Wie hängt das zusammen?
Unter Blutzucker versteht man die Menge an Zucker (Glucose), die im Blut verfügbar ist. Und dass diese schwankt, ist natürlich und gesund. Der Körper verfügt über verschiedene Mechanismen, um den Blutzucker anzupassen. Über diesen flexiblen Blutzucker ist der Körper mit der optimalen Menge an Blutzucker versorgt und hat so Energie für all seine Aufgaben.
Problematisch wird es, wenn die Blutzuckerschwankungen zu groß werden und man in eine Blutzuckerachterbahn kommt. Das ist häufig Stress für den Körper.
Ursachen starker Blutzuckerschwankungen sind Zuckersucht, moderne Ernährungsgewohnheiten mit viel Zucker und Weißmehl – wie beispielsweise bei Zuckersucht –, Stress, Schlafmangel und unregelmäßiges Essen, wodurch Heißhungerattacken begünstigt werden.
Diese heftigen Blutzuckerschwankungen können wiederum eine Zuckersucht verstärken: Nach einem Zuckerhoch folgt meist ein starker Abfall des Blutzuckers, der Lust auf Süßes macht!
Das ist ein Kreislauf, der schwer zu durchbrechen ist. Um diesen zu stoppen, ist es wichtig, den Blutzucker zu stabilisieren, z.B. durch ausgewogene Mahlzeiten, regelmäßiges Essen, Bewegung, bewussten Umgang mit Zucker und die Lösung der Zuckersucht.
Schön, dass du da bist und dir Infos holen möchtest. Zuerst gucken wir uns an, was der Blutzucker und Blutzuckerschwankungen überhaupt sind. Wichtig ist auch, dass du einen Überblick bekommst, wie Blutzuckerschwankungen verursacht werden und inwiefern Zuckersucht da eine Rolle spielt. Und am Ende zeige ich dir, was dein nächster Schritt sein kann. Viel Spaß!
Was sind Blutzuckerschwankungen?
Was sind Blutzucker-schwankungen?
Blutzucker, Blutzuckerschwankungen, Blutzuckerchaos – man hört und liest ständig davon. Und ganz ehrlich: Manchmal klingt es, als sei jede kleine Schwankung gleich eine Katastrophe. Dabei stimmt das so nicht.
Denn: Ein flexibler Blutzucker ist etwas ganz Normales. Dein Körper passt deinen Blutzuckerspiegel jeden Tag unzählige Male an die aktuelle Situation an – ob du gerade denkst, läufst, arbeitest oder schläfst. Ohne diese Schwankungen wärst du gar nicht leistungsfähig.
Ganz besonders dein Gehirn liebt es, konstant Glucose abzubekommen. Da es von Zucker lebt wie ein Auto von Benzin, sorgt dein Körper rund um die Uhr dafür, dass genau die richtige Menge im Blut ist – nicht zu viel, nicht zu wenig.

Was ist überhaupt der Blutzucker?
Der Blutzucker – das ist im Grunde einfach die Menge an Glucose, die gerade im Blut unterwegs ist. Das klingt unspektakulär, ist aber entscheidend. Denn unser Körper duldet hier nur eine ziemlich enge Spanne. Zu viel Zucker im Blut ist genauso gefährlich wie zu wenig – und deswegen arbeitet der Körper pausenlos daran, diesen Wert im Lot zu halten.
Steigt der Blutzucker nach dem Essen stark an, reagiert der Körper mit Insulin: Dieses Hormon sorgt dafür, dass der Zucker aus dem Blut in die Zellen wandert, wo er als Energie genutzt oder gespeichert werden kann. Der Blutzucker sinkt wieder.
Fällt der Wert dagegen ab, etwa weil wir länger nichts gegessen haben, greift der Körper zu Gegenmaßnahmen. Ein Beispiel: Cortisol. Dieses Stresshormon veranlasst die Zellen, gespeicherte Glucose wieder ins Blut freizugeben – damit der Körper weiter funktionieren kann.
Kurz gesagt: Durch ein Zusammenspiel aus Hormonen und Regulationsmechanismen hält der Körper den Blutzucker stets in dem Bereich, den er als sicher empfindet. Ziemlich faszinierend, wenn man bedenkt, dass all das ununterbrochen im Hintergrund abläuft.
Von gemäßigten Blutzuckerschwankungen zur Blutzuckerachterbahn.
Von gemäßigten Blutzucker-schwankungen zur Blutzuckerachterbahn.
Wie oben schon angedeutet, ist ein bisschen Auf und Ab beim Blutzucker völlig normal – und sogar erwünscht. Unser Körper ist darauf eingestellt. Nach dem Essen geht der Blutzucker sanft nach oben, Insulin hilft wieder runter, fertig. Alles im grünen Bereich.
Problematisch wird es erst, wenn aus den leichten Wellen plötzlich eine Achterbahn wird. Die ist rasant, aber eben auch anstrengend – vor allem, wenn man sie mehrmals am Tag durchmachen muss.
Bei der sogenannten Blutzuckerachterbahn schießt der Wert nach einer Mahlzeit in die Höhe, nur um danach steil wieder abzufallen. Die Ausschläge sind heftiger als erwünscht: Die Hochs sind höher, die Tiefs tiefer. Und für unseren Körper bedeutet das puren Stress.
Denn jedes Mal muss er blitzschnell reagieren, Hormone ausschütten, Reserven mobilisieren und Gegenmaßnahmen einleiten. Im Grunde läuft er ständig dem Blutzucker hinterher, wie ein Feuerwehrteam, das immer wieder zum nächsten brennenden Einsatz gerufen wird. Irgendwann wird das anstrengend – und genau darin liegt das Risiko: Dauerstress für den Körper, der ihn auf lange Sicht aus dem Gleichgewicht bringen kann.

Wodurch entstehen starke Blutzuckerschwankungen?
Wodurch entstehen starke Blutzucker-schwankungen?
Warum sitzen heute so viele Menschen in dieser Blutzuckerachterbahn?
Die Gründe sind vielfältig – und wenn man sie betrachtet, wirkt es fast so, als hätten wir in unserer modernen Welt die perfekte Umgebung dafür geschaffen.
Ein Hauptfaktor ist unsere heutige Ernährung. Viele Lebensmittel sind stark verarbeitet und enthalten Zucker, den man auf den ersten Blick oft gar nicht erkennt. Zusammen mit Weißmehlprodukten oder anderen schnell verwertbaren Kohlenhydraten ergibt das für den Körper ein echtes Tempo-Problem: Die Glucose rauscht in kürzester Zeit ins Blut, der Blutzucker schnellt nach oben – und die Achterbahn nimmt Fahrt auf.
Doch nicht nur das, auch unsere Lebensweise spielt mit. Dauerhafter Stress, ob durch Arbeit, Termine oder innere Unruhe, sorgt dafür, dass ständig Stresshormone ausgeschüttet werden. Und die kurbeln wiederum den Blutzucker an. Wenn dann noch zu wenig oder schlechter Schlaf hinzukommt, gerät das feine System vollends ins Wanken. Der Körper läuft wie in einem Dauer-Notfallmodus.
Hinzu kommt, dass viele Menschen unregelmäßig essen oder Mahlzeiten ganz auslassen. Was folgt, ist ein abruptes Absacken des Blutzuckers – und das dringende Signal des Körpers: „Ich brauche sofort Nachschub!“ Meistens greifen wir dann nicht zu Gemüse oder Nüssen, sondern zu etwas Schnellem und Süßem. Voilà: Sie nächste steile Kurve der Achterbahn.
Und selbst der Körper kann die Fahrt manchmal noch beschleunigen: Indem er überreagiert und auf ein Zuviel an Glucose – zum Beispiel durch Süßigkeiten, Weißmehlprodukte oder Softdrinks – mit zu viel Insulin antwortet. Der Blutzucker rauscht dadurch zu stark nach unten. Und genau hier bekommt die Blutzuckerachterbahn noch mehr Schwung.
Diese ständigen Ausschläge sind nicht nur unangenehm für den Körper, sondern sie beeinflussen auch stark, wie wir uns fühlen: müde oder plötzlich wieder voller Energie, gereizt, hungrig, unkonzentriert. All das hängt zusammen.
Und an dieser Stelle kommen wir zu einem Thema, das für viele besonders spannend – und gleichzeitig oft frustrierend – ist: die Zuckersucht. Vielleicht ist genau sie der Grund, warum du gerade hier liest. Denn diese Achterbahn aus Zuckerpeaks und -abstürzen kann einen richtigen Kreislauf in Gang setzen: Je tiefer der Abfall, desto größer das Verlangen nach dem nächsten schnellen Zucker-Schub.
Das ist wie bei einem Karussell, das sich immer weiterdreht – verlockend, aber schwer anzuhalten. Erst der Kick, dann der Absturz, dann wieder die Lust auf den nächsten Kick. Und plötzlich erkennt man: Es ist nicht einfach nur „Appetit“. Es ist ein Muster, das biochemisch befeuert wird.

Zuckersucht als Ursache für massive Blutzuckerschwankungen
Zuckersucht als Ursache für massive Blutzucker-schwankungen
Menschen, die unter Zuckersucht (viele nennen es auch Schokoladensucht) leiden, essen in der Regel viel und häufig Zucker und/oder schnell verfügbare Kohlenhydrate in Form von Backwaren, süßen Getränken, Nudeln, etc. Und das gilt natürlich auch für Zuckersucht bei Kindern (Gerade in Kinderessen steckt so viel Zucker.)
Der Körper wird also immer wieder mit einer großen Menge an Glucose konfrontiert, die er auf einmal verarbeiten muss. Und das macht er, indem er den Zucker schnellstmöglich in die Zellen transportiert.
Wie oben angedeutet, kommt es im Anschluss häufig dazu, dass zu wenig Glucose im Blut bleibt. Einfach, weil der Körper aus einer Überreaktion heraus zu viel Glucose in die Zellen transportiert hat. Also braucht er schnell neue Energie im Blut und an die kommt er am schnellsten, indem der Mensch was Süßes isst. Der nächste Heißhunger auf Süßes ist da!
Und so sorgt Zuckersucht für massive Blutzuckerschwankungen. Und andersherum sorgen massive Blutzuckerschwankungen dafür, dass die Lust auf Süßes nicht nachlässt.
Das häufige und starke Verlangen, Süßes zu essen, ist übrigens nicht das einzige Indiz dafür, dass du in einer Blutzuckerachterbahn stecken könntest.
Wenn du Energietiefs über den Tag hast, dich schlecht konzentrieren kannst und gerade kurz nach dem Essen Lust auf Süßes hast, sind das häufig Anzeichen für starke Blutzuckerschwankungen.
Wenn dann noch ein inneres Gefühl von Unruhe, Zittern oder Schwitzen dazu kommen, kann es gut sein, dass dein Blutzucker gerade abgesackt ist und du dich in einer Art Unterzuckerung befindest. Denn auch wenn es einen Unterschied zwischen Zuckersucht und Unterzuckerung gibt, so hängen beide eng zusammen.

Stabilisiere deinen Blutzucker und steig aus der Zuckersucht aus
So, auch wenn sich das jetzt alles vielleicht etwas kompliziert anhört, ist es möglich, dass du deinen Blutzucker wieder in den Griff bekommst und damit auch deinen Heißhunger besänftigen kannst.
Ein stabiler Blutzucker ist Grundlage für Gesundheit.
Übrigens: Ein ausgeglichener Blutzuckerspiegel ist nicht nur das Sahnehäubchen, das ganz nett zu haben ist. Im Gegenteil, ein stabiler Blutzuckerspiegel ist Grundlage für Gesundheit und Prävention von möglichen Folgeerkrankungen (und Verdauungsbeschwerden durch Zucker im Darm sind dabei noch das kleinere Übel). Lies hier mehr dazu, wann Zucker krank machen kann.
Der wichtigste Schritt, um das Chaos im Blutzucker zu beseitigen, ist, dass du deinen Blutzucker stabilisierst.
Das kannst du erreichst, indem
- du deine Mahlzeiten ausgewogen zusammenstellst (Hier findest du dafür viele Rezepte ohne Zucker),
- regelmäßig isst,
- Bewegungseinheiten gezielt nutzt,
- Zuckerfallen ausweichst (z.B. Zucker in Hafermilch)
- geschickt naschst und dabei Zuckerersatz bewusst einsetzt.
- und vieles mehr.
In Endlich weniger Zucker! erkläre ich dir das ganz genau.
Oder du startest erstmal ganz sanft, indem du dir überhaupt über den Zucker in deinem Leben bewusst wirst. Ich helf dir in meiner kostenlosen Starthilfe in ein zuckerbewusstes Leben gern dabei. Und ganz nebenbei zeige ich dir, wie du schon jetzt über 50% deiner täglichen Zuckermenge einsparen kannst!

