Zuckersucht und Unterzuckerung stehen durchaus in einem engen Zusammenhang. Zuckersüchtige Menschen erfahren durch ihren hohen Zuckerkonsum und allgemein durch ihre Ernährung und anderen Stress (der die Zuckersucht oft verstärkt) häufig starke Blutzuckerschwankungen und können so schnell eine so genannte Unterzuckerung erfahren.
Die gefühlte Unterzuckerung ist eine Notsituation für den Körper, da er Gefahr läuft, zu wenig Zucker (Energie) im direkten Zugriff (im Blut) zu haben. Der Körper muss für Nachschub sorgen und meldet Heißhunger. Schnelle Energie wird dann meist wieder in Form von Süßem zugeführt.
Die Unterzuckerung befeuert also die Zuckersucht. Dennoch sind Zuckersucht und Unterzuckerung nicht dasselbe Phänomen. Der Unterschied zwischen Zuckersucht und Unterzuckerung ist, dass Zuckersucht eine Sucht ist und Unterzuckerung ein körperlicher Zustand. In Bezug auf den Begriff Unterzuckerung muss auch beachtet werden, dass er umgangssprachlich anders verwendet wird, als es seiner medizinischen Definition entspricht.
Schön, dass du hier gelandet bist. Lass uns gleich zur Sache kommen.
Vielleicht fragst du dich, ob dein Süßhunger einfach eine Folge von Unterzuckerung ist oder ob es sich um eine Zuckersucht handelt. Das ist eine spannende Frage und ich will dir dazu kurz erklären, was Zuckersucht ist und was mit Unterzuckerung gemeint ist.
Anschließend wirst du den Unterschied zwischen beiden gut verstehen. Und am Ende gebe ich dir eine kostenlose Hilfe an die Hand, wie du Unterzuckerung in Zukunft vorbeugen kannst. Los geht’s!

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Was ist Zuckersucht?
Unter Zuckersucht verstehe ich den unbändigen Drang, Zucker in Form von Süßem und auch hoch verarbeitetem Essen (Pizza, Burger, etc.) zu essen, und diesem nicht standhalten zu können. (Manche sprechen anstelle von Zuckersucht auch von Schokoladensucht.)
Zuckersüchtige schaffen es nicht, keinen Zucker zu essen – und das obwohl sie es sich immer wieder fest vornehmen. Und obwohl sie unter ihrem Zuckerkonsum leiden.
Es kann sein, dass sie so viel essen, dass sie ein schlechtes Gewissen haben, ihnen schlecht ist, sie Bauchschmerzen bekommen oder der Körper schon ernsthafte Folgeschäden hat (Verdauungsbeschwerden durch Zucker im Darm, Übergewicht, Fettleber, Diabetes und vieles mehr. Zucker kann leider krank machen und Fructose kann gesundheitsschädlich sein).
Zuckersucht ist dadurch gekennzeichnet, dass die Betroffenen der Sucht (= dem Zuckeressen) trotz besseren Wissens und trotz ihres Wunsches, ihr Verhalten zu verändern, weiterhin nachgehen müssen. Sie haben einfach noch keine Lösung gefunden, aus diesem schädigenden Essverhalten auszusteigen.
Eine ganz einfache Definition von Sucht ist:
Sucht ist, wenn du etwas tust, das dir nicht gut tut, und du es trotzdem tust.
Passt das auch auf dich, wenn du an den Zucker denkst?
Lies hier weiter, wenn du in die Tiefe gehen und erfahren möchtest, wie Zuckersucht die Kriterien klassischer Süchte erfüllt: Was ist Zuckersucht?
Was ist Unterzuckerung?
Bei der Klärung des Begriffs von Unterzuckerung* ist es wichtig, dass du weißt, was der Blutzucker ist.
Unter Blutzucker verstehen wir die Menge an Zucker (Glucose) in unserem Blut, mit der sich unser Körper sicher fühlt. Das ist ein relativ enger Bereich, auf den das ganze System immer wieder hinarbeitet.
Der Körper reagiert sofort auf zu viel Blutzucker, indem er Insulin ausschüttet, um den überschüssigen Blutzucker in die Zellen zu bringen.
*Hinweis:
Wenn ich in diesem Artikel von Unterzuckerung spreche, meine ich das Gefühl einer leichten Unterzuckerung, das wir in unserer Alltagssprache meinen, wenn wir sagen, dass wir unterzuckert sind.
Medizinisch gesehen liegt eine schwere Unterzuckerung dann vor, wenn der Blutzuckerspiegel bei Diabetikern unter 70 mg/dl und bei gesunden Menschen unter ca. unter 60 mg/dl liegt.
Schwere Unterzuckerungen können lebensgefährlich sein und bedürfen sofortiger medizinischer Hilfe.
Dieser Zustand liegt normalerweise nicht vor, wenn wir im Alltag davon sprechen, dass wir unterzuckert sind. In der Regel ist dann der Blutzucker lediglich niedrig, aber mit den auftretenden Symptomen wie Zittern, Unkonzentriertheit, Unruhe, (Heiß)Hunger auf Süßes etc. verbinden wir den Begriff “Unterzuckerung”.
Beachte also bitte, dass es zwischen medizinischer Unterzuckerung und dem Gefühl von einer leichten Unterzuckerung, das sich auch schon deutlich mit z.B. Müdigkeit, Zittern und Stimmungsschwankungen bemerkbar machen kann, in unserer Alltagssprache einen Unterschied gibt. Ich beziehe mich hier auf Letzteres.
Niedriger oder zu wenig Zucker im Blut setzt uns auch unter Stress. Er schüttet Cortisol aus, das dafür sorgt, dass unser Blutzuckerspiegel wieder steigt, indem die Zellen Glucose ins Blut zurückgeben.
Ein gemäßigtes Auf und Ab unseres Blutzuckers ist normal.
Das Problem ist, dass viele von uns keine gemäßigten Blutzuckerschwankungen mehr haben, sondern täglich viele starke Anstiege und Abfälle des Blutzuckers erleben. Genau das ist das Problem.
Diese starken und häufigen Schwankungen bedeuten enormen Stress für den Körper und auch wenn wir viele Folgen nicht direkt damit in Verbindung bringen, so zeigt die Forschung doch immer deutlicher, dass eine Verbindung zwischen vielen Erkrankungen und einem langfristig stark schwankenden Blutzuckerspiegel besteht.
Aber lass uns den Bogen zur Unterzuckerung schlagen.
Eine Blutzuckerspitze entsteht, wenn wir z.B. etwas Süßes essen und viel Glucose auf ein Mal unser Blut erreicht. Dann mobilisiert der Körper viel Insulin, um den vielen Zucker möglichst schnell aus dem Blut in die Zellen zu schleusen.
Häufig wird es danach problematisch, denn in dieser Notsituation schüttet der Körper zu viel Insulin aus und leitet so zu viel Zucker in die Zellen, sodass am Ende zu wenig Glucose im Blut bleibt. Diesen Zustand nennt man Unterzuckerung. Es ist ein sehr niedriger Blutzuckerspiegel, der für den Körper problematisch ist, da dann nicht ausreichend Energie zur direkten Verfügung steht.
Eine gefühlte Unterzuckerung kann also eine geläufige Folge vieler Blutzuckerhochs sein.
Andere Ursachen können ausgelassene Mahlzeiten, zu wenig Kohlenhydrate in der Ernährung, außergewöhnliche körperliche Anstrengung oder Alkoholkonsum sein.

Foto von Marek Kupiec
Was ist der Unterschied zwischen Zuckersucht und Unterzuckerung oder hängen beide zusammen?
Zuckersucht und Unterzuckerung sind nicht dasselbe.
Zuckersucht beschreibt das Verhältnis eines Menschen zum Zucker.
Mit Unterzuckerung beschreiben wir in unserer Alltagssprache körperliche und emotionale Reaktionen wie Müdigkeit, Schwindel, Unkonzentriertheit, Zittern, Gereiztheit u.ä., die auftreten, wenn der Blutzucker niedrig ist.
Da Zuckersucht durch den häufigen und umfangreichen Konsum von Zucker für massive Blutzuckerschwankungen sorgt (--> Blutzuckerschwankungen und Zuckersucht), landest du als Betroffene/r von Zuckersucht deshalb immer wieder in der gefühlten Unterzuckerung.
Und dieser “unterzuckerte” Zustand befeuert natürlich die Zuckersucht noch mehr: Um den Blutzucker schnell wieder zu heben, hilft süßer Nachschub am besten. Und zack ist die Zuckersucht wieder angekurbelt. Und du hast vielleicht das Gefühl, immer Lust auf Süßes zu haben.
Auch wenn sich das jetzt verzwickt anhört: Es gibt einen Ausweg!
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Beitragsbild von Total Shape auf Pixabay

