Hafermilch. Cremig, aber nicht schleimig.

von | 5. März 2020 | 43 Kommentare

Ich glaube, über dieses Rezept werden sich viele freuen.
Mit dieser Hafermilch könnt ihr nämlich in Zukunft Zucker, Zusatzstoffe, Geld und Müll einsparen.

Mit der gekauften Hafermilch war ich unzufrieden (zu viel Zucker), also habe ich lange nach Alternativen gesucht und Rezepte ausprobiert, war enttäuscht und es dann wieder verworfen, aber jetzt hab ich’s!

Sicher, ganz so, wie die gekaufte schmeckt sie nicht (wir nutzen hier auch keine Enzyme und Bindemittel) und etwas Arbeit macht sie auch, aber ich bin jetzt sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Eigentlich haben wir es alle bisher schon richtig gemacht: Hafer und Wasser mixen und dann alles durch einen Nussmilchbeutel oder Tuch geben – und trotzdem kann man dabei vieles falsch machen.

Übrigens,
ich spreche weiterhin von Hafer-MILCH. Alles andere ist mir nämlich zu blöd. ich melke schließlich die Milch aus dem Beutel. 😀

Der Lebensmittelhandel darf das allerdings nicht mehr machen. Im Geschäft müssen die Pflanzenmilch-Varianten zum Schutz der Milch und des Verbrauchers DRINKS heißen. Hafer-Drink, Soja-Drink und Reis-Drink, bis auf Kokosmilch, die darf weiter Milch heißen. Vegane Butter ist Streichfett oder Margarine, veganer Käse ist Schmelz, Erdnussmus ist Erdnussbutter und Leberkäse* bleibt Käse. Alles klar? – Ja, oder? Verrückt!

*ok, Leberkäs(e) kommt nicht von Käse, um die Verwirrung jetzt komplett zu machen.

Das Rezept

Machen wir uns nichts vor: Pflanzenmilch selber herstellen macht mehr Arbeit, als fertige zu kaufen. Erst das Mixen, Filtern und Abfüllen, aber dann auch noch das Reinigen des Mixers und des Nussmilchbeutels. Das alles braucht Wasser und Zeit – und trotzdem finde ich, dass es das auch wert ist. Denn wir können sicher sein, was drin ist, den Zusatzstoffen aus dem Weg gehen und die Umwelt schonen.

Ausserdem ist der Moment, in dem ich die frische Milch in Flaschen fülle, viel zu schön, um darauf zu verzichten. 🙂

Vollwertig ist sie nicht mehr, aber bestimmt eine bessere Alternative, als die gekaufte.

Diese Hafermilch ist dünnflüssiger, als die übliche hausgemachte, und wenn ihr sie in Kaffee oder Tee gebt, flockt sie nicht aus.

Wenn ihr die Milch erwärmt, bleibt sie flüssig. Wenn ihr sie kurz aufkocht, wird sie dickflüssiger und cremiger, aber nicht schleimig. Die Konsistenz ähnelt etwas einem heißen Pudding. Sie müsste eigentlich die optimale Grundlage für Pudding sein.

Ihr könnt euch das genauer in der Videos ansehen.

Überzeugt?
Dann kommen wir als nächstes zu den entscheidenden Veränderungen, die auch selbstgemachte Hafermilch lecker und besser einsetzbar machen.

Die Tricks sind folgende:

  • Sehr kaltes Wasser oder Eiswürfel
  • Sehr kurzes Mixen
  • Kein Einweichen der Haferflocken
  • Kein Quetschen des Nussmilchbeutels
  • Zweimal filtern

Bevor wir loslegen möchte ich noch empfehlen, die Reste der Milch, den nährstoff- und ballaststoffreichen Trester, nicht wegzuwerfen, sondern in anderen Rezepten zu nutze. Ihr könnt den Trester auch einfrieren und später nutzen. In diesem Brotrezept hat er bei mir einen vernünftigen Platz gefunden.

Hafermilch, cremig aber nicht schleimig

Ich stelle euch hier drei Varianten vor, und weiter unten findet ihr ein paar Optimierungs-Vorschläge, mit denen ihr den Geschmack auf eure Bedürfnisse anpassen könnt. Die erste Variante ist durch die Erdmandeln ganz leicht süßlich.

Für ca. 1,5 Liter Hafermilch

1. Variante – süßlich

  • 1,5 Liter Wasser
  • 80g Haferflocken
  • 30g gemahlene Erdmandeln oder Alternative (siehe unten)
  • 1 Prise Salz
  • ca. 5 Eiswürfel oder mehr
  • am besten zwei Nussmilchbeutel

Die Herstellung umfasst 6 Schritte, die alle wirklich wichtig sind. Nur so kommt ihr zu dem gewünschten Ergebnis.

Schritt 1:
500 ml kaltes Wasser mit Erdmandeln und einer Prise Salz 20-30 Sekunden auf Höchststufe mixen.

Schritt 2:
Anschließend 15 Minuten ruhen lassen, so dass die Erdmandeln ihren Geschmack an das Wasser übergeben können.

Schritt 3:
Jetzt 1000 ml kaltes Wasser inklusive 5-6 Eiswürfel und die Haferflocken dazu geben und 30 Sekunden auf Höchststufe mixen. Wirklich nur kurz mixen.

Wenn der Mixer schwächer ist, dann etwas länger mixen und besser mehr Eiswürfel dazu geben. Die Flüssigkeit soll kalt bleiben, sonst kocht ihr Porridge – und Porridge wird schleimig! 🙂

Schritt 4:
Die Flüssigkeit durch einen Nussmilchbeutel geben und dabei nicht quetschen, lieber den Beutel aufhängen und etwas warten. Auf keinen Fall anfangen, den Beutel auszuwringen, denn dann passiert genau das, was wir nicht wollen: Schleimbildung.

Ich bewege den Beutel etwas, indem ich ihn die Naht an einer Stelle nach oben ziehe und so die Flüssigkeit auch an anderen Stellen des Beutels herausfließen kann, an dem sich noch nicht so viel vom Trester angesammelt hat.

Das kann ca. 3 Minuten dauern. Ich hänge dazu den Nussmilchbeutel an den Küchenschrank, damit ich in der Zwischenzeit den nächsten Schritt vorbereiten kann.

Schritt 5:
Den Mixer ausspülen und einen zweiten Nussmilchbeutel bereit stellen, um die Milch noch einmal zu filtern.

Schritt 6:
Die Milch durch den zweiten Beutel in den Mixer filtern und dann in Flaschen abfüllen. Da das mit dem Mixbehälter sehr viel einfacher fällt, als mit einer Schüssel, finde ich es so sehr praktisch.

Dann die Milch kaltstellen und mit dem Aufräumen anfangen. 🙁

2. Variante – Cremiger

Die gleichen Zutaten und Zubereitung, aber die Erdmandeln durch 30g eingeweichte Cashews ersetzten. Die Cashews sollten vorher mindestens 2 Stunden in Wasser gelegt werden, damit sie weich sind. Danach abgießen kurz spülen und in den Mixer geben.

Wenn es schnell gehen sollen, könnt ihr die Cashews auch kurz mit heißem Wasser übergießen. Danach aber unbedingt wieder kalt abspülen, damit sie keine Wärme in den Mixer bringen.

Dafür könnt ihr dann Schritt 2 übergehen. Die Cashews sind durch das Einweichen schon so weich, dass sie sich gut mit dem Wasser verbinden.

Die Milch wird dadurch fettiger und cremiger, aber weniger süß. Abhilfe kann da die dritte Variante schaffen.

3. Variante – Süßlich und cremig

Die gleichen Zutaten und Zubereitung, aber zusätzlich zu den Erdmandeln 30g Cashew dazu geben. So wir die Milch fettiger, cremiger und etwas süßlich.

4. Variante – Süßlich, cremig und Kuhmilch-ähnlicher

Ich weiß, dass die meisten, die auf Pflanzenmilch ausweichen, auf Tierprodukte verzichten wollen.
Vegan ist toll, aber ich bin der Meinung, dass sehr viel weniger Milchprodukte konsumieren ebenfalls große Veränderungen mit sich bringen kann. Diese Varianten enthält 90% weniger Kuhmilch, und das klingt doch auch schon mal phänomenal.

Und wenn dann dieser 90%-Pflanzenmilch-Kompromiss auch noch genial schmeckt, wird es leichter, in die deutlich-weniger-Milch-Richtung zu gehen. Das wird vielleicht einige dazu bringen, die Kuhmilch zu reduzieren. Ich selbst verzichte auf das Milchprotein und will den Konsum der riesigen Milchmengen nicht mehr unterstützen. Wenig Sahne ist da für mich eine vorerst gute Alternative.

Die Premium-Variante
Variante 3 Zubereiten und dann etwas Sahne dazu geben.
Ich mische die Milch in einem Verhältnis von 1:10 mit Sahne. Das macht sie für mich zum perfekten Milchersatz, der ganz bestimmt auch vielen schmeckt, die mit vegan nichts am Hut haben wollen.

Im Folgenden gebe ich euch noch ein paar Tipps, wie ihr die Milch nach euerm Geschmack ändern könnt:

Tipps um die Milch süßer zu machen:

  • Vanille-Pulver, Tonka-Bohne oder Zimt
    Gewürze geben den Eindruck, dass es etwas süßer wird
  • Mehr Erdmandeln
    Sie machen den Geschmack wirklich süßer, erhöhen aber auch den Zuckergehalt.
  • Datteln oder andere Süßungsmittel
    Ich bin damit vorsichtig, aber wenn ihr an mehr Süße gewöhnt seit, ist das nachsüßen möglich.
    Wenn ihr den Trester für Brot verwenden wollt, könnt ihr die Datteln auch im Anschluss in die Milch mixen, aber immer schön aufpassen: Nicht heiß werden lassen, lieber noch ein paar Eiswürfel dazu geben.

Tipps um die Milch noch cremiger zu machen:

  • Einen Teil der Milch aufkochen
    Ungefähr 20%-30% der Milch unter rühren aufkochen und dann unter die restliche Milch mischen.
  • Erdmandeln durch Cashews ersetzen (Variante 2)
  • Etwas mehr Haferflocken nehmen
  • Etwas Sahne dazu geben (Wie in Variante 4)

Die Hafermilch ist gut 3-4 Tage im Kühlschrank haltbar. Ihr müsst allerdings sehr sauber arbeiten, damit sie auch so lange halten kann.

Es gibt ein paar Videos, die mir bei diesem Rezept geholfen haben. Ihr könnt sie hier, hier und hier ansehen.


  • Teresa sagt:

    Super gelungen, vielen Dank für das Rezept.
    Bin bei den vorherigen Versuchen schon verzweifelt wegen der schleimigen Konsistenz. Diesmal hat es geklappt. 🙂
    Allerdings habe ich einen Nussmilchbeutel aus Leinen gekauft. Da hat das Abtropfen eine kleine Ewigkeit gedauert. Gibt es da vielleicht noch Tricks?

  • Sokrates sagt:

    Sehr interessanter Blog!
    Ich nehme anstelle von Haferflocken ganze Haferkörner, 100 g pro Liter, so sind noch alle Inhaltsstoffe in reiner Form enthalten und nicht oxidiert. Im weiteren gebe ich 20 g ganze Leinsamen dazu, sie bringen die wertvollen Omega-3-Fettsäuren mit dazu. Für den Geschmack, ja Datteln, etwas Salz, manchmal eine Banane.
    Zum Mixen verwende ich den NutriBullet, in 30 Sekunden ist die Milch perfekt fürs Müesli oder den Shake, mit wenig Aufwand.

  • claudia sagt:

    Hallo! Was hältst du von pflanzlichen joghurts, wie zum Beispiel Kokos, Hafer- oder Cashewjoghurt aus dem DM? Sind diese Produkte auch eine Zuckerfalle wie die industriell gefertigte Hafermilch?

    Liebe Grüße, Claudia

  • claudia sagt:

    Hallo! Vielen Dank erst einmal für das tolle Hafermilchrezept!! Aber mich beschäftigt da ein Einwand.
    Die Phytinsäure kann aus Nüssen und Saaten, eben auch Hafer, ja nur durch Wässern und Spülen, am besten noch Keimen lassen, ausgeschwemmt werden. Passiert dies nicht, bleiben die Mineralstoffe an die Phytinsäure gebunden und der Körper scheidet sie ungenutzt wieder aus.
    Nun könnte man ja meinen, dass man die Haferflocken auch einweicht, um selbiges zu erzielen. Aber bei der industriellen Produktion der Haferflocken werden sie gedämpft. Dieser Prozess hemmt sogar zusätzlich einen späteren Abbau der Phytinsäure durch Wässern. Da stelle ich mir nun also die Frage, ob der Genuss dieser Hafermilch, obwohl sie echt leckaaaa ist (!), denn dann sinnvoll ist.?

    Liebe Grüße, Claudia

    • Ilga Pohlmann sagt:

      Mir geht es immer um die Balance.
      Phytinsäure ist nicht nur ungesund, in kleinen Mengen ist sie sogar förderlich. Das setzt aber eine abwechslungsreiche Ernährung voraus. Wenn ein Großteil der Ernährung aus Hafer, rohen Nüssen o.ä. bestehen würde, dann wäre es sicherlich ratsam, einen Teil davon zu wässern, um die Menge der Phytine zu verringern. Phytine und Nährstoffe sind nicht in einem 1:1-Verhältnis im Lebensmittel vorhanden. Also nicht alle Nährstoffe (zB Eisen) sind an die Phytinsäure gebunden. Hafer enthält also auch noch weitere Nährstoffe, die wir nutzen können.

      Ich denke, wenn man jeden Tag ein Glas dieser Hafermilch trinkt, wird man den Körper nicht mit einer zu hohen Menge an Phytinsäure belasten. Ernährt man sich allerdings z.B. hauptsächlich roh, würde ich dazu raten, darauf zu achten Nüsse und Samen zu aktivieren. Ob das jetzt unbedingt auch bei der Hafermilch sein muss, würde ich daher von der Menge phytinhaltiger Lebensmittel machen.

  • Steffi sagt:

    Liebe Ilga,

    danke für dein Rezept, ich habe lange nach einer nicht-schleimenden Hafermilch gesucht!

    Auch ich bin keine echte Veganerin, versuche nur so viel wie möglich pflanzlich zu essen. Allerdings muss ich sagen, dass du bei deiner 4. Variante einer Milchmädchenrechnung zum Opfer fällst: Da man für 1L Sahne fast 10 L Milch braucht, sparst du bei der Variante kein tierisches Produkt. Wenn du die Herstellung/Transport von Cashews und Erdmandeln dazurechnest, kommst du unterm Strich ökologisch wohl eher schlechter weg, als reine Kuhmilch zu trinken 😉

    Trotzdem: schöner Blog, gutes Basisrezept!!

    Viele Grüße,
    Steffi

  • Ute Brönner sagt:

    Ich dachte immer der Schleim kommt vom Gluten. Schon mal glutenfreie Haferflocken probiert?

  • Dschülie sagt:

    P.S.: Ich nehme zum Mixen übrigens tatsächlich nur einen Pürierstab. Klappt bei mir tadellos.

  • Dschülie sagt:

    1.) RIESENDANK für das Rezept!! Kam zum perfekten Zeitpunkt!! 🙂 Wollte Hafermilch schon aufgeben, weil die immer entweder so eklig schleimig oder viel zu plörrig wurde…und reine Nussmilch war mir unterm Strich für den täglichen Bedarf ehrlich gesagt einfach zu teuer (kenne nur Rezepte mit 200g Nüsse auf 1 Liter Wasser). Aber dann kam ja zum Glück Ilgas Rezept in meinen Posteinang geflattert!! 🙂 Super erklärt – super umzusetzen!! Diese „Milch“ wird optisch sowas von ästhetisch cremig-weiß und geschmacklich sowas von appetitlich cremig-lecker!! Hat mein Frühstück revolutioniert!! Kann man gar nicht genug loben!! 🙂 DANKE!!

    2.) Meine Erfahrungen nach einigen Selbstversuchen:

    – klappt bei mir auch mit sehr, sehr kaltem Wasser, d.h. ohne Eiswürfel
    – auch wenn ich die „Milch“ nach dem Mixen noch kurz (im Experiemnt bis zu 30 Minuten) stehen lasse (weil ich mir, wahrscheinlich aufgrund der Prägung durch mein altes Rezept, einbilde, die Zutaten wollen noch in Ruhe irgendwelche guten Sachen ans Wasser abgeben, bevor ich sie wieder ausfiltere), wird sie bei mir tatsächlich trotzdem kein bisschen schleimig
    – wie bei Stefan (Kommentar s.u.) kommt bei mir auch (ca. 1 EL) Leinöl mit rein, für mehr cremig und mehr lecker (Sonnenblumenöl schmeckte mir z.B. nicht); das fertige Produkt vor Gebrauch immer gut durchschütteln, das Öl setzt sich gerne mal anteilig an der Oberfläche ab; Leinöl soll man allerdings ja wohl nicht erhitzen, also mach ich für meinen Kakao die „Milch“ vorsichtshalber nur warm, ohne sie zu kochen (und selbst wenn sie aus Versehen doch kocht, ist die Menge an Öl unterm Strich dann doch so gering, dass ich da auch nicht gleich von umfalle, denke ich mir ;-)…)
    – um das Ausfiltern etwas zu beschleunigen, lass ich das Gemixte manchmal erst durch ein etwas feineres Küchensieb laufen und rühre da nur vorsichtig mit eine Löffel das Gröbste an „Milch“ aus dem Trester und dann kipp ich die Flüssigkeit noch mal durch meinen Nussmilchbeutel (übrigens: gönnt euch wirklich einen Nussmilchbeutel – Tücher aus Leinen oder Baumwolle haben sich bei mir in der Praxis sowas von n i c h t bewährt…die saugen sich voll, es kommt fast nichts durch, man muss melken wie verrückt, dauert ewig, macht Hafer wieder schleimig – wirklich – Nussmilchbeutel lohnt sich…)

    3.) Meine Variationen:

    – vorweg: Erdmandeln hab ich bislang noch nie benutzt (hatte einfach keine), ich hab also von Anfang an mit der weniger süßen „Variante 2“ (30g Cashews) als Grundrezept experimentiert, allerdings auf 1 Liter Wasser (statt 1,5 Liter) mit 50g Haferflocken dazu, weil die Menge eben besser in meine Glasflasche passt (wobei immer etwas Flüssigkeit im Prozess verloren geht – damit die Flasche wirklich voll wird, nehm ich doch etwas mehr als 1 Liter)…

    – und jetzt kommt´s:
    Probiert Ilgas Rezept auch mal mit eingeweichten Erdnüssen oder Haselnüssen statt Cashewkernen (wenn ihr nicht gerade allergisch seid)…SOOO lecker!!! Besonders der Kakao aus der Haselnuss-Hafermilch…traumhaft!!! Haselnuss und Schoko gehören eben einfach zusammen, für immer und ewig. 🙂 Aber auch die Erdnussnote ist da total lecker. Sparfüchse greifen also vielleicht eher zu Erdnüssen (geröstet und ungesalzen), Genießer zu ganzen Haselnüssen. 😉 Genauso einweichen, wie Ilga das mit den Cashewkernen beschreibt (gerne auch über Nacht im Kühlschrank = schön weich und schön kalt für die schleimfreie Verarbeitung des Haferanteils). Und nicht davon abschrecken lassen, wie die Haselnüsse nach einer Nacht im Wasser aussehen! 🙂 Abgießen, vielleicht auch kurz abspülen und beherzt verwenden – alles Braune wird ja am Ende ausgefiltert. 😉

    4.) Frage zum Schluss:

    – Ilga, um aus diesem Grundrezept deine HaferSAHNE zu machen (die man so praktisch im Eiswürfelformat portionierbar einfrieren kann), halbierst du da die Wassermenge und lässt den Rest wie beschrieben? Oder welches Verhältnis Hafer/Nüsse zu Wasser klappt da gut?

    • Ilga Pohlmann sagt:

      Oh wow! Danke für die vielen Tipps! Und ja, ein Nussmilchbeutel lohnt sich schon, finde ich auch.

      Für Hafersahne nehme ich einfach nur weniger Wasser. Das mache ich nach Gefühl, besser weniger Wasser nehmen und später noch mal strecken, falls sie zu dickflüssig geworden ist.

      • Dschülie sagt:

        Danke für den Tipp! 😉

        Hatte auf Verdacht die Wassermenge einfach mal halbiert und das ging schon ganz gut, war allerdings gar nicht sooo sehr viel „sahniger“ als die Milch. Dann probier ich es das nächste Mal mit noch weniger Wasser und taste mich quasi vom dickeren Ende des Spektrums an die gewünschte Konsistenz ran!

        Mit der „Sahne“ umgehe ich wieder meine Leinöl-lieber-nicht-erhitzen-Sorge, wenn ich mir Porridge (aus Hafergrütze) koche. Ich koche die Grütze erstmal nur mit Wasser auf und wenn die Hitze soweit reduziert ist, dass die Pampe eigentlich nur noch quellen muss (und schon so dick ist, dass sie am liebsten im Topf unten ansetzen möchte), dann kommt die wundervolle, cremige „Sahne“ zum Einsatz. Davon rühre ich nach Gefühl soviel rein, bis ich alles wieder gut vom Topfboden aufrühren kann und die Masse die Konsistenz hat, die ich mag. Das darf dann so auch noch mal ein Weilchen ziehen und das Endergebnis ist ein appetitlich cremiges, milchiges Porridge, so als hätte ich es in Milch gekocht!

        Hab übrigens jetzt auch mal deinen Tipp ausprobiert, eine Prise Zimt mit in die „Milch“ (oder „Sahne“) zu mixen – herrlich!! 🙂 Sogar mein Mann und mein Sohn finden diese „Pseudomilch“ als Ersatz für ihr Müsli oder ihren Kakao völlig akzeptabel, wenn ihnen die „echte“ Milch gerade mal ausgegangen ist!

        Echt, Ilga, ich sag´s noch mal:

        HAMMER-Rezept!! 🙂
        Soooo vielen Dank für´s Teilen!!
        Ist bei mir jeden Tag im Einsatz!!
        Nie wieder gekaufte Zucker-Hafermilch!! 😉

    • Madlen sagt:

      Herzlichen Dank an Ilga für das tolle Rezept und an Dschülie für die vielen Tipps. Habe mir extra einen Nussmilchbeutel gekauft, aber es war eine einzige minutenlange „Melkerei“, da nichts von selbst aus dem Beutel gelaufen ist, und dadurch natürlich schleimig. Der Tipp mit dem normalen Küchensieb ist super! Das werde ich probieren. Aber vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp für einen guten Nussmilchbeutel? Gruß, Madlen

  • Martin sagt:

    Vielen Dank für die guten Hinweise. Rezepten fehlt viel zu oft eine kurze Erklärung der Zusammenhänge, so dass man letztendlich doch selbst alle Fehler wiederholt.
    Nach zu vielen Rezepten und Versuchen in den letzten zwei Tagen hat deine Erklärung mir sicherlich noch mehr Versuche erspart. Danke!

  • Manuela Einig sagt:

    Hallo,
    Kann man auch gemahlene Erdmandeln nehmen?
    Gruß
    Manuela

  • Katharina trensich sagt:

    Hallo,
    ich bin nach der Suche nach einem Hochleistungsmixer. Welchen benutzen Sie?
    Liebe Grüße
    Katharina

  • Stefan sagt:

    Hallo, ich bin genauso begeistert die Hafermilch selbst zu machen wie Du. Werde es auch weiter Milch nennen.
    Cashew geht gar nicht bei mir, Allergiker nur bei dieser Nuss.
    Mandeln gehen aber immer und sind auch sehr reichhaltig.
    Übrigens nehme ich einen Schuss Leinöl um sie cremiger zu machen. Nehme auch immer mehr Haferflocken. Ein, zwei saftige Datteln. Eine Prise Salz. Wenn ich meinen Shake mache, werde ich auch nicht filtern. Lasse Alles mit drin.
    Das ist ja das Gute beim selber machen, jedem so wie es beliebt und schmeckt. LG

  • Domenika sagt:

    Hallo Ilga, du brauchst keine Sahne in der Hafermilch, sondern das, was sie repräsentiert. Nämlich Fett. Ein neutral schmeckendes Öl erfüllt den Zweck, ist allerdings raffiniert. Daher einfach mal mit nativen Ölen experimentieren, ich nehme Kokosöl. Bitte kein Sonnenblumenöl, zuviel Omega-6.

    Die Idee mit den Erdmandeln ist toll, die werde ich gleich mal probieren.

    • Ilga Pohlmann sagt:

      Danke! Kokosöl stand auf meiner Liste, hatte nur bedenken, dass es sich dann im Kaffee wieder in Fettaugen verwandelt. Dann müsste man wieder mixen.
      Aber ich probiere es aus! Danke!

  • Beate Surathi Düvel sagt:

    Liebe Ilag, super herzlichen DANK für das Augen öffnen über den hohen Zuckergehalt in der gekauften Hafermilch – und das Anbieten dieser, deiner durch experimentieren, gelingenden Hafermilch. Ich bin nämlich viel-Konsumierer von Hafermilch (besonders im Winter eine schöne heiße Kurkuma Milch (mit Kurkuma, Ingwer, Zimt u. ein bisschen Kokosöl). Jetzt brauche ich nur noch die Nussmilchbeutel.

    • Ilga Pohlmann sagt:

      Ohja, dann könnte es gut führ sich sein, dass zu ändern. Aber ich vermute, dass du für die selbstgemachte Milch ein bisschen Umgewöhnungszeit einplanen musst. Sie schmeckt gut, aber eben anders.

  • Monika sagt:

    Danke, liebe Ilga, das werde ich demnächst mal ausprobieren! 🙂

    • Ilga Pohlmann sagt:

      Viel Spaß dabei!

      • Monica sagt:

        Hallo Ilga,
        soviel ich weiß, werden den gekauften Haferdrinks kein zusätzliches Zucker zugesetzt?
        (Hafedrink Natur )
        Die Stärke, auch KH, wird durch Zugabe von Amylase bei der industriellen Fermentation in einfachere Zucker(KH) gespalten.
        Am KH selbst und am kaloriengehalt ändert sich nix, oder was meinst du?
        Nur wir schmecken es!
        Das passiert durch die Amylase in unserem Speichel doch genauso, wenn wir zum Beispiel Brot bewusst lange kauen…
        Aber dieser süßer Geschmack bei gekaufter Hafermilch stört mich, ich habe dann das Gefühl es sei Zucker drin!
        Deshalb bin ich umso glücklicher über dein tolles Rezept, dass soviel weniger süß schmeckt ,als industriell fermentierte Hafermilch.

        Vielen lieben Dank, für das viele Experimentieren und die gelungenen Versuche:)

        • Ilga Pohlmann sagt:

          Hallo!
          Ja, das habe ich auch gedacht, bis ich tiefer in das Thema eingetaucht bin. Schau mal bitte hier auf die Seite: endlichzuckerfrei.de/zucker-in-hafermilch/

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