Früher habe ich sehr oft Kichererbsen gegessen, weil sie mich zufrieden satt und ohne Zuckerunger hielten. Sie haben mir häufig den „Hals gerettet“, damit ich zuckerfrei bleiben konnte. Davon erzähle ich hier und hier.

Mittlerweile hat sich mein Bedarf etwas verändert, und ich esse deutlich weniger sättigende Kohlenhydrat-Beilagen. Trotzdem steht für den Notfall und das schnelle Essen immer ein kleines Glas Kichererbsen im Schrank.

Normalerweise koche ich sie allerdings selber, und erst dann, wenn ich sie über Nacht eingeweicht habe. Warum die Mühe? Weil ich die Vorteile der Slow-Food-Küche nutze, und die Hülsenfrüchte so verträglicher und besser verwertbar mache.

Alle Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte enthalten nämlich Phytinsäure und wenn man viel davon isst, können sie die Verdauung beeinträchtigen. Sie bindet Spurenelemente und Mineralien an sich, die uns dann nicht mehr zur Verfügung stehen (Stichwort: Eisenmangel). In kleinen Mengen kann sich aber positive Aufwirkungen haben. Es ist also wie immer: Nur die Dosis macht das Gift.

Früher wusste man, das Getreide und Hülsenfrüchte besser eingeweicht, gekeimt oder fermentiert gegessen werden sollten. Besonders dann, wenn man viel und regelmäßig davon essen wollte. Getreidegerichte wurden z.B. über Nacht eingeweicht und Brot wurde mit einer langen Teigführung (Fermentation mit Sauerteig) hergestellt.

Wer mehr zu dem Thema wissen möchte, kann hier und hier weiter lesen. Die Sache mit der Phytinsäure ist wirklich interessant und erklärt so manche Unverträglichkeit.

Kommen wir jetzt aber zum Rezept!

 

(Warmer) Kichererbsen-Salat

  • 1-2 Zwiebeln oder Scharlotten
  • Ca. 200g gekochte Kichererbsen
  • 2-3 Möhren
  • Etwas Kokosöl zum Erhitzen
  • Etwas Petersilie
  • Etwas Zitronensaft
  • Etwas Olivenöl, zum später dazu geben
  • Gewürze: Natürliches Salz, schwarzer Pfeffer, Kreuzkümmel, Kurkuma, Cayenne Pfeffer

 

Die Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und mit etwas Kokosöl in der Pfanne anbraten. Inzwischen die Möhren zerkleinern, dazu geben und dünsten lassen, bis sie etwas weicher sind. Die Gewürze unterrühren.

Die Petersilie klein schneiden und bereit halten. Dann die Kichererbsen in die Pfanne geben und warm werden lassen. Von der Flamme nehmen und ein bisschen abkülen lassen.

Dann die Petersie unter rühren und mit Zitronensaft und Olivenöl verfeinern.
Dieses Gericht schmeckt warm und kalt, kann als Beilage, aber auch alleine gegessen werden. Ich kann mir auch gut etwas Joghurt-Pfefferminz-Sauce dazu vorstellen.

 

 

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