Dieses Rezept für Brot ohne Mehl kommt wieder von Petra Scott und ihrem Blog Nutrition Refined. Ihre Rezeptsammlung ist wirklich ein große Inspirationsquelle! Schaut ruhig mal vorbei.

Vor kurzem hat sie ein Brot-Rezept mit nur einer Zutat vorgestellt, dass mich wirklich erstaunt hat. So einfach und schnell habe ich noch nie Brot gebacken. OK, wenn man es ganz genau nimmt, sind es 3 Zutaten, denn Wasser und Salz wird auch zugefügt. Und in meiner Variante kommen auch Brotgewürze dazu. Die Hauptzutat sind frisch gemahlene goldenen Leinsamen.

Ihr kennt ja meine Vorliebe für glutenfreie Brote und findet in meiner Rezeptsammlung einige davon.

Petra beantwortet auf ihrer Seite einige Fragen zu Leinsamen und ich möchte besonders eine davon heraus picken.

Ist es gesund Leinsamen zu erhitzen?
Ihre Antwort ist ja. Während Leinöl nicht erhitzt werden sollte, weil es schnell oxidieren kann und dabei zu viele seiner wertvollen Nährstoffe verliert und sogar ungesund wird, scheint es, dass Hitze nicht die gleiche Wirkung auf ganze oder gemahlene Körner hat.

Sie erwähnt, dass mehrere Studien – in renommierten Publikationen wie dem Journal of Nutritional Biochemistry, dem British Journal of Nutrition und dem American Journal of Clinical Nutrition – zu dem Schluss gekommen, dass die Omega-3-Fettsäuren im Leinsamen selbst bei einer Kochzeit von 60 Minuten bei 660°F (350°C) oxidationsbeständig sind.

Das sind gute Nachrichten!

Die Leinsamen sollten frisch gemahlen sein. Das ist vielleicht der einzige etwas aufwändige Schritt. Aber verzichtet besser nicht drauf, den es beeinflusst den Geschmack und die Nährstoffdichte. Das „Mehl“ sollte so fein wie möglich sein. Kleine Stückchen können dafür sorgen, dass das Brot nicht vollständig aufgeht oder etwas zusammen fällt. Also im besten Fall nach dem Mahlen sieben.

Das Rezept

Dieses Brot ohne Mehl ist weich, saftig und leicht. Es enthält kein Gluten und nur sehr wenige Kohlenhydrate. Es sättig sehr, auch nachhaltig.

Leinsamen-Brot

von Nutrition Refined

  • 250 g goldene (!) Leinsamen
  • 250 ml Wasser
  • 0,5 TL natürliches Salz (es geht auch ohne, aber ich finde es besser mit Salz)
  • optional: 1 TL Brotgewürze
  • optional: 1 TL Backpulver (ich backe das Brot ohne, es wird trotzdem luftig)

Die Leinsamen – gemeinsam mit dem Brotgewürz – in einem Mixer zu feinem Mehl mahlen. Am besten danach sieben, damit wirklich keine Stücke im Mehl sind.

Dann alle trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und das Wasser dazu schütten. Ca. 30 Sekunden rühren, bis sich eine feste glatte Kugel bildet.

Lege den Laib in eine Form. Ich nutze eine Silikon-Form, die muss nicht eingefettet werden. Es ist nicht schlimm, dass die Form nicht ausgefüllt wird, denn das Brot behält ganz gut seine Form, wenn es auf geht

Den Teig jetzt einfach mit Wasser benetzen und – wer will – mit ein paar Körnern bestreuen. Den teig ein paar Minuten ruhen lassen, dabei unbedingt zudecken, damit sich später nicht die Kruste vom Brot löst.

Ich backe es bei ca. 180°C für 60 Minuten bei Umluft. Im Rezept steht 200°C. Das Brot geht auf und sieht danach mittel- bis dunkelbraun aus.

Nach dem Backen aus der Form nehmen, auf einen Rost legen und vollständig kalt werden lassen. Ich weiß, das ist schwierig, aber nötig.

Das Rezept für die Schoko-Creme gibt es hier.

Das Brot sollte im Kühlschrank gelagert werden und nicht länger als 7 Tage. Es riecht irgendwann fischig, was an den Omega-3 Fetten liegen kann.

Am besten kann man es in Scheiben geschnitten im Kühlfach aufbewahren und kurz vor dem Essen im Toaster auftauen.

Hier könnt ihr euch ein Video von der Herstellung ansehen:

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