Ich teile mir mit Freunden einen kleinen Acker, auf dem wir Gemüse anbauen und im Moment ist die Zeit der Zucchini-Schwemme. Möglicherweise kennt ihr das auch und ihr fragt euch, wohin mit den grünen Stangen? (Oder auch Brocken, wenn man ca. 2 Tage zu spät erntet.)

Acker

Es gibt wohl ähnlich viele Rezepte, wie es auch Zucchini gibt. Und ich hab ebenfalls einen Vorschlag: Zucchini-Puffer. Sie sind voller guter Zutaten und geben mir nach dem Essen ein gutes, sattes und zufriedenes Gefühl. Nachtisch ist dann nicht mehr nötig. Ausserdem sind sie schnell gemacht und so einfach, dass man kaum was falsch machen kann.

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Natürlich nutze ich mal wieder kein weißes Mehl, denn die isolierte Weizenstärke wird im Körper ähnlich wie Zucker verstoffwechselt. Sie geht schnell ins Blut über und sorgt somit für einen schlagartigen Blutzuckeranstieg, der wiederum zur Folge hat, kurz darauf tief zu fallen. Und das vermittelt uns das Gefühl, dass wir bald nach dem Essen wieder naschen wollen, um den Blutzucker erneut anzuheben.

Mit diesem Rezept wird das nicht passieren.

Drei bis vier Zutaten sind möglicherweise andere, als du normalerweise gewohnt bist. Sie sind auch etwas teurer, aber es lohnt sich, auf diese hochwertigeren Lebensmittel umzusteigen.

Kokosöl ist eins der besten Bratöle, da es sich unter Hitzeeinfluss nicht verändert. Auch bei hohen Temperaturen finden in diesem Fett keine Oxidationsprozesse statt, die das Öl gesundheitsschädlich machen könnten (aber unraffiniert sollte es sein).

Buchweizenmehl ist Mehl aus einem Pseudogetreide und deshalb glutenfrei. Es ist vollwertig und deshalb reicher an Nähr- und Vitalstoffen als weißes Weizenmehl. Ausserdem liefert Buchweizen alle acht essentiellen Aminosäuren in einer günstigeren Zusammenstellung als Getreide und kann uns so sehr gut mit Proteinen versorgen. Chiro-Inositol hilft den Blutzuckerspiegel zu regulieren und große Mengen an Lezithin greifen der (durch zuviel Zucker) überstrapazierten Leber bei der Entgiftung unter die Arme. Buchweizen kann noch viel mehr, aber darüber schreibe ich besser mal einen extra Artikel.

Maronenmehl ist ähnlich erstaunlich und auch hier erwähne ich nur einen Bruchteil seiner guten Anteile. Es ist ein extrem wertvolles Lebensmittel, da es hochwertiges Eiweiß, Ballaststoffe sowie unzählige Vitamine und Mineralstoffe liefert, basenreich ist und einen großen Anteil an komplexen Kohlenhydraten liefert. Die machen satt und sorgen ebenfalls dafür, dass der Blutzucker nach dem Essen langsam ansteigt und stabil bleibt.

Hanfprotein ist wahrscheinlich das beeindruckendste Lebensmittel in diesem Rezept. Hanfprotein ist so wertvoll, dass man sich angeblich über mehrer Monate ausschliesslich von dem Pulver ernähren könnte, ohne einen Nährstoffmängel aufzuweisen.

Wenn ihr diese Zutaten noch nicht kennt, traut euch ruhig, sie einmal auszuprobieren. Sie schmecken sehr gut und ihr Nährstoffdichte spricht eindeutig für sie und gegen euern Süßhunger!

 

Zucchini-Puffer (ca. 6 Stück)

  • 200 gr Zucchini
  • 1 Porreestange
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • jeweils 1 EL Buchweizenmehl, Maronenmehl und Hanfprotein
  • 2 Eier
  • etwas Kokosöl
  • etwas Zitronensaft

als Beilage:

drüber streuen:

  • Sonnenblumenkerne
  • Hanfsamen, geschält

 

Die Zuchini raspeln und die Porreestange kleinschneiden. Danach mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und das Mehl und Protein dazu geben. Alles gut verrühren.

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Die zwei Eier dazu geben und gut unterrühren. Anschließend etwas Kokosöl in einer Pfanne erhitzen und kleine Puffer ausbacken.

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Mit Salat und Hummus servieren und etwas frischen Zitronensaft auf die Puffer tropfen lassen. Lecker ist es auch, wenn man ein paar (geröstete) Sonnenblumenkerne und Hanfsamen darüber streut.

Guten Appetit!

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