Muffins mit verstecktem Gemüse

von | 30. März 2021 | 0 Kommentare

… statt verstecktem Zucker

Ich bin immer auf der Suche nach einer neuen Idee, mit der ich noch eine Portion mehr Gemüse in meinem Essen unterbringen kann.

Warum? Ein Essen wird dadurch ballast- und nährstoffreicher. So sättigt es besser und macht zufrieden. Was wiederum bedeutet, dass anschließender körperlich bedingter Zuckerhunger durch einen Nährstoffmangel nicht mehr zu meinem Alltag gehört. (Du kannst hier mehr dazu lesen.)

Meistens geht es dabei um eine extra Portion grüne Blätter, die ich mit die die Gemüsepfanne werfe, Broccoli, der bei mir einen Platz im Kartoffelbrei findet oder ein Bund Kräuter, das ich unter Quinoa oder Hirse rühre.

Die Krönung ist aber, wenn ich es schaffe, Gemüse unbemerkt in Kuchen oder Süßkram zu verstecken. Und darum geht es in in diesem Muffin-Rezept. Mich begeistert der Gedanke, dass ich anstelle der Massen an verstecktem Zucker, den ich in meinem Leben schon unbewusst gegessen habe, jetzt einfach Gemüse verstecken kann.

In jedem dieser Muffins sind 20g gebackener Kürbis versteckt, 15g gutes Olivenöl, vollwertiges glutenfreies Mehl und knapp 3,5g Zucker – ganz zuckerfrei kann man sie auch herstellen. Und man merkt nichts davon! Sie schmecken nicht verdächtig gesund. 😉

Mein Tipp: Probiert die Schoko-Variante mit Kirschen aus! Hier hat keiner gemerkt, dass es sich um Gemüse-Muffins handelt. 🙂

Das Rezept

Verstecktes Gemüse
In diesem Rezept nutze ich Butternut-Kürbis. Er muss vorher im Ofen gebacken werden, damit er Feuchtigkeit verliert und etwas süßer wird.

Süß
Das Grundrezept wird mit Kokosblütenzucker und Erythrit gesüßt. Ich finde diese Mischung geschmacklich am besten. Wer komplett auf Zucker verzichten möchte, kann den Kokosblütenzucker weglassen oder mit Erythrit ersetzen. Wer Erythrit nicht mag, kann komplett auf Kokosblütenzucker ausweichen.

Kein weißes Mehl!
Auch in diesem Rezept wird wieder kein weißes Mehl genutzt, sondern frisch gemahlenes Hafer- und Buchweizenmehl – frisch gemahlen ist wirklich ein Unterschied, qualitativ und geschmacklich.

Bindung
Ohne Weizenmehl ist eine Bindehilfe wie die Flohsamenschalen von Vorteil. Ich empfehle euch für dieses Rezept die gemahlene Version, da der Teig locker werden soll. Den Rest der Bindung übernehmen die Eier.

Locker
Die Muffins sind locker und luftig. Das liegt am Olivenöl, Backpulver und Natron. Wenn ihr einen fluffigen Teig wollt, dann nehmt für das Fett besser keine Alternativen.

Satt durch Nährstoffe und gute Fette
Die Muffins enthalten eine Menge gute Nährstoffe durch das versteckte Gemüse, die Eier, die vollwertigen Mehle und das Olivenöl. Man wird also deutlich schneller satt und zufrieden und möchte gar nicht alle Muffins auf einmal aufessen. – Warte ein paar Minuten, bis das Sättigungsgefühl einsetzen kann.

Vegan
Bisher habe ich die Eier nicht ersetzt, aber falls jemand eine vegane Version ausprobiert, würde ich mich sehr über eine Rückmeldung freuen.

Pürierstab
Ich nutze für den Kuchen einen Pürierstab um den Kürbis wirklich komplett zu Mus zu verarbeiten.

Varianten
Ihr findet unten verschiedene Varianten für den Kuchen. In meine Augen sind die Schoko-Muffins mit Kirschen die beste Wahl.

Muffins – Grundrezept

Für ca. 12 Muffins

  • 250g gebackener Butternut-Kürbis
  • 200g (222ml) mildes Olivenöl
  • 3 Eier
  • 75g Hafermehl
  • 75g Buchweizenmehl
  • 1,5 EL Flohsamenschalen-Pulver (etwas mehr, wenn es kein Pulver ist)
  • 1,5 TL Weinsteinbackpulver
  • 0,5 TL Natron
  • 40g Kokosblütenzucker
  • 40g Erythrit
  • 1/4 TL natürliches Salz

Optional

  • 40-50g Rosinen oder
  • 40-50g gehackte Schokolade (ich nehme 92%-100% Kakao )

*Gewürz-Variante

Zum Grundrezept diese gemahlenen Gewürze mit ins Mehl geben:

  • 1 TL Zimt
  • 1/2-1 TL Kardamom
  • 1/2-1 TL Ingwer
  • 1/4 TL Nelken
  • oder 3-4 TL Lebkuchengewürz

*Schoko-Variante

Zusätzlich zum Grundrezept diese Zutaten geben:

  • 30g Kakao
  • etwas Flüssigkeit (Wasser, Hafermilch, o.ä.), falls der Teig zu fest wird

*Schwarzwälder-Kirsch-Muffins

Die Schoko-Variante mit diese Zutaten verfeinern:

  • ca. 30 süße Kirschen, frisch oder gefroren, dann aber etwas aufgetaut
  • Schlagsahne oder Kokossahne für die fertigen Muffins

Form: Muffinformen | Temperatur: 175°C | Backzeit: ca. 15 Minuten – mit Zahnstocher testen, ob die Muffins fertig sind.

Zuerst den Ofen auf ca. 220°C vorheizen und den Kürbis vorbereiten: Längs zerteilen, die Kerne entfernen, mit der Schnittfläche auf ein Backblech legen und die Schale mit einer Gabel mehrfach einstechen.

Dann ca. 40-50 Minuten backen, bis das Fleisch ganz weich ist.

Die Kürbishälften heraus nehmen und den Ofen niedriger auf 175°C stellen.

Den Kürbis abkühlen lassen, dann umdrehen und mit einem Löffel das Fleisch herausnehmen. Dann davon 250g abteilen und in ein hohes Gefäß geben.

Das restliche Kürbisfleisch lässt sich übrigens gut unter anderes Essen (Suppe, Gemüsepfanne, o.ä.) mischen oder portioniert einfrieren – für die nächsten Muffins.

Dann die Eier und das Öl dazugeben und mit dem Pürierstab zu einer cremigen Masse verarbeiten. Dafür sollte der Kürbis nicht mehr heiß sein, sonst kann es passieren, dass Teile vom Ei bereits stocken.

In einer Schüssel die trockenen Zutaten mischen. Ich siebe alles einmal, damit sich keine Klumpen bilden. Dann die Kürbis-Eier-Creme mit in die Schüssel geben und unterrühren.

Zum Schluss kann man noch Rosinen oder gehakte Schokolade dazu geben.

Dann den Teig in Muffin-Förmchen aufteilen und backen. Mit einem Zahnstocher prüfen, ob sie schon fertig sind. Falls sie zu schnell bräunen, einfach die letzten paar Minuten mit einem Bogen Backpapier abdecken.

Schokoladenstückchen schmecken sehr gut im Muffin.

Gewürz-Variante

Für die Gewürzmuffins einfach die Gewürze deiner Wahl mit ins Mehl geben und anschließend genauso weiter verfahren, wie beim Grundrezept.

Ich finde, dass diese Variante sich gut mit Rosinen verträgt.

Schoko-Variante

Bei den Schokomuffins einfach den Kakao mit ins Mehl geben und alles genauso weiter verarbeiten, wie das Grundrezept.

Und zum Schluss vielleicht noch Rosinen bzw. Schokoladenstückchen (oder beides?) unterrühren.

Schwarzwälder-Kirsch-Muffins

Den Teig für die Schokomuffins zubereiten und die Muffin-Förmchen zum Teil damit füllen. Dann 3-4 Kirschen auf den Teig legen und mit dem restlichen Teig bedecken.

Die Formen besser nicht randvoll füllen, da der Teig etwas aufgeht.

Nach dem Backen sollten die Muffins etwas auskühlen – auch wenn es schwer fällt – und dann mit (Kokos-)Schlagsahne geschmacklich auf’s nächste Level bringen.
Fertig!

Die Muffins schmecken auch gut, wenn sie gekühlt sind. Sie halten im Kühlschrank ein paar Tage und lassen sich sehr gut einfrieren. Nach dem Auftauen sind sie immer noch tadellos.

Schoko-Kirsch-Muffin mit Kokos-Schlagsahne und etwas Kakao-Pulver

Guten Appetit!

Kleiner Hinweis: 

Wenn ihr gerade in der zuckerfreien Zeit seid, dann verzichtet besser noch eine Weile auf diese Muffins. Der süße Geschmack – auch wenn ihr ausschließlich mit Erythrit backt – könnte das Zuckermonster sonst unnötig reizen.

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