Kaffee ohne Kekse oder Kuchen? So ganz geht das oft nicht, schon gar nicht, wenn Gäste kommen oder eine Einladung ansteht. Deshalb suchen viele von euch nach Alternativen, die man dann anbieten oder mitbringen könnte.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass es hilfreich ist, sich den täglichen Süßhunger abzutrainieren und Gebäck nur zu besonderen Anlässen zu essen. Das macht es einfacher, deutlich weniger Zucker zu essen.

Diese Kekse können dann ein guter Beitrag sein. Sie schmecken süß und wahrscheinlich auch den Menschen, die noch nicht auf dem zuckerfrei-Tripp sind. Sie sättigen stark und sind Weizengebäck ähnlich, dennoch aber mehlfrei. Die meisten werden wahrscheinlich kaum davon getriggert werden. Der nächste zuckerfreie Tag sollte also ganz leicht wieder eingelegt werden können (dazu unten der Hinweis).

 

Das Rezept

Für die Kekse kann man einige Süßungsmittel nutzen. Ich habe hier mit Erythrit gesüßt, Reissirup, Xylit oder Stevia würden aber auch gut funktionieren. Ihr könnt auch zwei verschiedene Süßungsmittel verwenden (rundet den Geschmack etwas ab) und insgesamt auch weniger nehmen. Wer kein Risiko eingehen möchte, sich durch die Rosinen triggern zu lassen (das passiert öfter) kann sie durch hochprozentige gehackte Schokolade (z.B. 92%) tauschen.

Mandel-Walnuss-Kekse

(ca. 12 Stück)

  • 120g Mandelmehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Prise Meersalz
  • 40g Erythrit (oder weniger) (oder Xylit, Reissirup, Stevia)
  • 55g geschmolzene Butter
  • 1/2 EL Vanille Extrakt (ich nehme Vanilla Campaign)
  • 1 Ei
  • 50g gehackte Walnüsse (oder noch besser Pekannüsse)
  • 40g Rosinen oder gehackte Bitterschokolade

 

Den Ofen auf ca. 170°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier bereit stellen. Erst das Mandelmehl mit dem Salz, Backpulver und Süßungsmittel verrühren, dann das Ei, die geschmolzene Butter und den Vanille Extrakt dazu geben. Alles gut miteinander verrühren und danach die gehackten Nüsse und Rosinen unterheben.

   

Dann aus dem Teig 12 Kekse formen und auf ein Backblech mit Backpapier geben. Ich nutze dafür am liebsten einen Eiskugel-Portionierer! (So praktisch, auch um Muffin-Formen zu füllen. Der Kauf lohnt sich!)

  

Ca. 10 Minuten bei ca. 170°C backen. Heißer würde ich Gebäck mit Nüssen nicht backen, da sie sehr hitzeempfindlich sind.

Und jetzt kommt der härteste Teil: Zum Abkühlen auf ein Gitter legen und warten, bis sie vollständig ausgekühlt sind. Geschmacklich ist das sehr wichtig. Also Finger weg! 🙂

Fertig!

 

 

 

Kleiner Hinweis

Wenn ihr noch keine zuckerfreie Zeit hinter euch habt, kann es sein, dass euch die Süße nicht ausreicht. Euer Geschmackssinn ist möglicherweise noch zu sehr an die industrielle Süßweise gewöhnt. Wenn das so ist, dann würde ich mit etwas mehr Erythrit oder Reissirup nachsüßen. Reissirup enthält keine Fructose und ist deshalb ein besseres Süßungsmittel für Zuckersüchtige. Wenn ihr wisst, dass Trockenfrüchte euch unnötig reizen, dann tauscht die Rosinen gegen hochprozentige Schokolade aus.

Wenn ihr gerade in der zuckerfreien Zeit seid, dann passt bitte mit diesem Rezept etwas auf, denn die Süße könnte das Zuckermonster unnötig reizen.