Ich habe schon oft erwähnt, wie hilfreich glutenfreies Brot auf dem Weg in die Zuckerfreiheit sein kann. Entweder es ist das Gluten oder ein anderer Bestandteil der Getreide-Brote, das den zuckerfreien Frieden bei vielen durcheinander bringt. Normales Brot triggert oft, führt dann zu Zuckerhunger und überhaupt: Zu einem schlechten Sättigungsgefühl und weiterem Appetit.

Bei diesem Brot ist es anders! Es sättigt ungemein und enthält viele gute Zutaten.

  • Quinoa: Enthält viele Nährstoffe und ist reich an essenziellen Amonisäuren, also ein guter Eiweiß-Lieferant. Wer hier auf regionale Körner zurück greifen möchte, kann das Brot bestimmt auch mit Hirse herstellen.
  • Buchweizen: Auch Buchweizen ist eine Nährstoff- und Eiweißlieferant. Er enthält alle acht essentiellen Aminosäuren in einem günstigeren Aminosäure-Profil als Getreide. Er reguliert den Blutzuckerspiegel und schützt die Leber – und das sind nur ein paar der guten Eigenschaften.
  • Hafer: Auch Hafer ist extrem nährstoffreich und reguliert ebenfalls den Blutzuckerspiegel. Hafer enthält zwar eine Art Gluten, aber nicht das selbe, wie im Weizen und man beobachtet, dass viele Menschen mit einer Gluten-Unverträglichkeit trotzdem Hafer essen können.
  • Chia-Samen: Ebenfalls ein wunderbarer Nährstoff-Lieferant. Kann durch Leinsamen ersetzt werden, schmeckt dann aber etwas nussiger.
  • Flohsamenschalen: Das Bindemittel für das Brot, eine gute Hilfe für einen gesunden Darm, Blutzucker-Stabilisator und eine super Mittel um die Krankheiten des metabolischen Syndroms (z.B. Übergewicht, hohe Blutzucker-Werte, Bluthochdruck, hohe Blutfett-Werte) zu mindern.

Aber kommen wir zu dem Rezept. Das Brot ist sehr schnell hergestellt, bedarf aber einer kleinen Vorbereitung: Das Einweichen der Körner um ihre Verfügbarkeit für den Körper zu optimieren. Ich empfehle nicht auf diesen Schritt zu verzichten. Ich habe das Rezept auf dieser Seite „The Whole Food Plant Based Cooking Show with Jill“ (unbedingt mal reinschauen) entdeckt und es leicht verändert. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Das Brot ist unerwartet leicht und locker, während die Kruste knusprig ist. Es hat etwas von Toastbrot, aber der Geschmack geht eher in Richtung Vollkornbrot. Es lohnt sich, die Scheiben noch einmal zu toasten, wenn man knuspriges Brot mag. Dann bleibt es sogar knusprig, wenn man sich davon eine Stulle schmiert und in einer Box für später aufhebt.

Hafer-Quinoa-Buchweizen-Brot

  • 80g Buchweizen
  • 80g Quinoa
  • 160g Haferflocken
  • 4 EL Chia-Samen
  • 4 EL Flohsamenschalen
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Baking Soda/Natron 
  • 1 TL natürliches Salz
  • 350ml Wasser

Buchweizen und Quinoa mit Wasser übergießen und über Nacht (8-12 oder etwas mehr Stunden) einweichen lassen. Am besten separat in zwei Schalen. Dann abgießen, gut spülen und abtropfen lassen. Ofen auf 175°C vorheizen.

Eine Kastenform bereit stellen – ich habe mich mittlerweile an Silikonformen gewöhnt. Sie sind einfach sehr praktisch.

Buchweizen und Quinoa mit dem Wasser in einen Mixer oder Küchenmaschine geben und zu einem Brei mixen. Salz, Backpulver und Soda unterrühren und dann die Haferflocken, Chia-Samen und Flohsamenschalen dazu geben. Jetzt muss es schnell gehen, denn der Teig bindet ganz fix.

Alles auch Höchststufe mixen und sofort in die Form gießen. Mit einen feuchten Spachtel gut verteilen und darauf achten, dass keine Luftblasen entstehen. Die Oberfläche mit einem Spachtel glätten (etwas Wasser hilft dabei) und in der Mitte tief einschneiden.

Dann für eine Stunde im Ofen backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen. Dann erst anschneiden – und überrascht sein, wie weich und luftig das Brot ist. Schmeckt getoastet am besten und lässt sich gut einfrieren.

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