Sarah Britton … dein LIFE-CHANGING LOAF OF BREAD ist wunderbar!
Der Name des Brotes untertreibt nicht, denn seit ich dieses Rezept kenne, habe ich meistens ein Brot davon in der Küche stehen und war nicht mehr beim Bäcker. Es ist so unfassbar einfach zu backen und der Geschmack ist himmlisch. Bisher war noch jeder davon überzeugt, dem ich eine Scheibe davon auf den Teller legte.

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Der absolute Pluspunkt sind aber die gesunden Zutaten: Der Hafer, die Nüsse und die Samen sind vollwertig und somit sehr nährstoffreich. Das Brot macht also satt und zufrieden. Achtet man auf Hafer ohne Gluten, ist es auch glutenfrei. Das wird ja heutzutage immer wichtiger.

In Brot verstecken sich oft die wildesten Zutaten. Auf den abgepackten Sorten steht wenigstens das wichtigste noch drauf, aber beim Bäcker wird es da schon schwieriger. Meistens muss man erst umständlich nach einer Zutatenliste fragen, um herauszubekommen, ob kein weißes Mehl oder Zucker enthalten ist. Viele Vollkornbrote werden mit Zuckerrübensirup oder ähnlichem gefärbt und sehen dann schön dunkel und vollwertig aus. Sogar bei Biobroten ist das manchmal der Fall, einziger Unterschied ist dann meistens, dass Rohrohrzucker genutzt wird. Meiner Meinung nach kein Vorteil sondern das gleichen Problem nur in braun.

Aber was hat Zucker im Brot zu suchen? Ich vermute, es verkauft sich einfach besser. Es schmeckt süßer und durch den Zucker essen wir mehr davon. Mit Zucker im Blut funktioniert das Sättigungsgefühl nicht mehr angemessen und wir können richtig reinhauen! Das ist eine unnötige Reaktion und alles andere als gesund für uns. Leider ist Zucker in fast jedem Brot enthalten, schaut mal bitte auf die Zutatenliste.

Was bleibt also übrig, wenn man ganz sicher gehen will? Selber backen, genau! Und das hab ich auch getan.
Mit Sauerteig, gekauft oder selbstangesetzt, mit Hefe, lange gehen lassen oder kürzer, mit frisch gemahlenen Mehl oder Vollkornschrot, und vor allem mit einer sehr wichtigen Arbeit: viel und lange kneten! Puh! Meistens war ich einen kompletten Sonntagnachmittag damit beschäftigt um zwei Brote zu backen. Man muss erst mal den Dreh raushaben und es lohnt sich auch, es ist nur einfach sehr zeitaufwendig.

Ganz anders bei diesem Brot! Nur gute Zutaten und eine unfassbar einfache und praktische Zubereitung. Ich bin so begeistert, dass ich euch dieses Rezept ins Deutsche übersetzen möchte, aber bevor ich euch erzähle, wie man dieses Brot backt, möchte ich noch euch Sarahs wundervollen blog my new roots empfehlen: vollwertiges, echtes Essen, gesund und sooo lecker! Und noch dazu: ohne Zucker. 🙂
Gut, genug geschwärmt, ab an die Arbeit:

Lebensveränderndes Flohsamenschalen-Brot

  • 135g Sonnenblumenkerne
  • 90g Leinsamen, gehackt
  • 65g Haselnüsse, Mandeln und/oder Walnüsse
  • 145g geschrotete Haferkörner (oder Haferflocken), wenn nötig: auf glutenfreie achten
  • 2 EL Chia Samen
  • 4 EL Flohsamenschalen (3 EL, wenn sie pulverisiert sind) sehr wichtige Zutat! (Achtung: wichtig sind FlohsamenSCHALEN, nicht ganze Flohsamen)
  • 1 TL Meersalz
  • 3 EL Kokosöl, Ghee oder anderes Öl
  • 350ml (warmes) Wasser
  • Brotgewürze, wenn es etwas herzhafter sein soll (Kümmel, Anis, Fenchel, Koriandersamen, Schabzigerklee)

Sarah gibt noch einen EL Ahornsirup (Honig schmeckt auch) dazu, aber ich finde, es muss nicht unbedingt sein.

Weniger Zucker essen. Gesünder leben.
30-tägiger Kurs inkl. Rezepte

Meine Zubereitung sieht etwas anders aus, als bei ihr. Sie empfiehlt, alles in einer Silikon-Form anzurühren und zu backen, aber das ist mir nicht so geheuer. Ich traue diesen Formen nicht und greife eher zur alten Springform (16 cm) mit Papier ausgelegt.

Alle trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und das Kokosöl im warmen Wasser schmelzen lassen. Danach mit in die Schüssel geben und gut durchrühren. In die mit Backpapier ausgelegte Springform geben und andrücken.

Mindestens 2 Stunden stehen lassen. Das geht auch über Nacht oder 24 Stunden, alles ganz nach deinem Programm-Plan. Egal wie lange – Hauptsache mindestens 2 Stunden, damit die Körner schön quellen können.

(Anmerkung: Die Teigmenge ist für ein Brot, nicht – wie auf den Fotos – für zwei Brote.)

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Den Ofen auf 175°C vorheizen und das Brot in der Form ca. 30 min backen. Es sollte die Form halten können, wenn man den Rand öffnet. Das Brot aus der Form nehmen, umdrehen und auf dem Backpapier noch mal 20-30 min weiter backen. Bei 40-50 Minuten passiert auch eher nichts. Ich sag ja, sehr praktisch!

Eure Küche wird übrigens sehr lecker duften.

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Danach aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.

Am besten schmeckt es, wenn man die einzelnen Scheiben noch einmal toastet, denn dann kommen die Haselnüsse so richtig zur Geltung. Guten Appetit!

Ich bin begeistert vom Geschmack und sehr gespannt, ob dieses Brot auch euer Leben verändert!

Nachträge:

Bei diesem Rezept könnt ihr ganz viel ändern, andere Samen (Mohn, Sesam, Buchweizen, …) und Getreide nehmen, aber eins muss bleiben: die Flohsamenschalen. Ohne ihre quellende und klebende Eigenschaft hält das Brot sonst nicht zusammen.

Wenn ihr ganz auf Gluten verzichten müsst, könntet ihr möglicherweise den Hafer gegen Mandeltrester von selbstgemachter Mandelmilch auszutauschen. Bisher hab ich nur die Hälfte vom Hafer ausgetauscht und das ging gut – komplett hab ich es allerdings noch nicht ausprobiert. Vielleicht geht auch Mandelmehl. Falls ich es ausprobiere, werd ich davon berichten. Kommt mir jemand zuvor, würde ich mich sehr über einen kurzen Kommentar freuen.

Wenn das Brot zu sehr bröckelt, kann es sein, dass es nicht genug durchgerührt, oder nicht fest genug in die Form gedrückt wurde.

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