Im Speiseeis verstecken sich oft Dinge, von denen wir gar nichts wissen. Hier ein kleines Beispiel für ein sehr oft gekauftes Kirsch-Eis:

Zutaten / Inhaltsstoffe:
Entrahmte Milch, Glukose-Fruktose-Sirup, Zucker, Glukosesirup, Sauerkirschsaft aus Fruchtsaftkonzentrat (7,5%), Pflanzenfett, Molkenerzeugnis, Sahne, Sauerkirschsaftkonzentrat (1%), Mohnsamen (0,8%), Kakaobutter, Rote-Bete-Saftkonzentrat, Vollmilchpulver, Emulgatoren (Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren, Lecithine (Soja)), Stabilisatoren (Johannisbrotkernmehl, Carrageen, Guarkernmehl, Pektin), Holunderbeersaftkonzentrat, Säuerungsmittel (Citronensäure), Aroma, jodiertes Salz, Magermilchpulver, Farbstoff (Echtes Karmin), Paprikaextrakt. Quelle

Neben mir unbeliebten Bestandteilen wie Industriefett, Aroma (was denn genau), Carrageen und Emulgator fällt mir vor allem der Zucker auf. Geschickterweise ist er in der Auflistung in verschiedene Bestandteile zerlegt worden. So passt es ganz gut, dass an erster Stelle die „gesunde entrahmte Milch“ rückt (weiter hinten wird dies allerdings durch das Pflanzenfett und Vollmilchpulver wieder relativiert). An 2., 3. und 4. Stelle folgen  Glukose-Fruktose-SirupZucker und Glukosesirup. In den Nährwertangaben steht 15 g pro 100 g Eis ist Zucker; bei reinem Vanille-Eis der gleichen Marke ist fast ein Viertel der Eismenge (24 g) Industriezucker, der uns nichts weiter liefert als die reinen Kalorien.

Mein Eisrezept macht ein kleines bisschen mehr Arbeit, als nur eine Packung öffnen, dafür weiß ich aber genau, was drin ist: nur 4 Zutaten! Ich brauche dafür ein Pürierstab mit Aufsatz, einen Schneebesen und einen Teigschaber. Durch den intensiven Fruchtgeschmack der vollständigen Früchte benötige ich nur sehr wenig Honig zum süßen. Und da der Honig nicht erhitzt wird, liefer er zahlreiche Nährwerte und ist für mich trotz seines hohen Fructosegehalts deutlich wertvoller als Zucker.

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Schnelle Eis-Creme

  • 200 ml Sahne
  • etwas Vanille-Pulver
  • 1 TL Honig
  • 200 g gefrorene Früchte (hier Erdbeeren)

Die Sahne mit dem Vanille-Pulver und dem Honig verrühren und aufschlagen. Die gefroren Früchte so lange mixen, bis eine Art Pulver oder Granulat entsteht (kommt auf die Frucht an). Die kalte Fruchtmasse unter die Sahne heben bis sich alles vermischt hat. Nicht zu fest und in kleinen Kreisen rühren, sonst entsteht statt einer Creme eher eine Suppe. Es muss sich so anfühlen, als ob ihr die Früchte mit etwas Luft unter die Sahne hebt – schwierig zu erklären 🙂

Danach sofort in Schalen füllen und servieren. Falls es nicht sofort gegessen wird könnt ihr es ins Tiefkühlfach stellen. Danach muss es aber vor dem Essen ca. 20 Minuten „auftauen“. Ganz so gut, wie frisch gerührt ist es dann aber leider nicht mehr, da sich schon zu viele Eiskristalle gebildet haben.

Guten Appetit! 🙂

 

 

Kleiner Hinweis

Wenn ihr noch keine zuckerfreie Zeit hinter euch habt, kann es sein, dass euch die Süße von Früchten und Honig nicht ausreicht. Euer Geschmackssinn ist möglicherweise noch zu sehr an die industrielle Süßweise gewöhnt. Wenn das so ist, dann würde ich mit etwas mehr Honig, Stevia, Xylit oder rohem Agavendicksaft nachsüßen.

Wenn ihr gerade in der zuckerfreien Zeit seid, dann passt bitte mit diesem Rezept etwas auf, denn die Fructose in den Früchten und im Honig könnte das Zuckermonster unnötig reizen.

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