Genauer genommen sind Erdmandeln – auch Tigernüsse genannt – weder Mandeln, noch Nüsse. Es sind kleine Knollen des Erdmandelgrases, die in Afrika schon seit Jahrhunderten als wertvolles Lebensmittel bekannt sind. Erdmandeln liefern viele Nährstoffe und man sagt ihnen eine Reihe von heilenden Eigenschaften nach.

Ihr großer Pluspunkt ist der süße Geschmack und der gleichzeitige hohe Anteil an Ballaststoffen, die dafür sorgen, dass der Zucker in der Erdmandel sehr langsam ans Blut übergehen wird. So wird die Bauchspeicheldrüse geschont, denn es erfolgt nur ein moderater Anstieg des Blutzuckerspiegels, mit einer geringen Insulin-Aussschüttung. Die Folge ist ein langsamer Abfall des Blutzuckerspiegels und ein langes Sättigungsgefühl.

Erdmandeln sorgen auch für eine bessere und gesündere Verdauung, sollen die Konzentration fördern und Kopfschmerzen lindern. Wenn man den verschiedenen Berichten im Netz glaubt, dann hört sie sich ganz nach einer Superknolle an!

 

Das Rezept

Ich finde, dass sie angenehm süß schmecken und sich hervorragend für Kekse eignen. Hier zeige ich euch ein Rezept, das natürlich mit vielen Zutaten erweitert werden kann. Dieses Grundrezept ist für eine Art Teegebäck: es ist mürbe, aber nicht trocken. Die Kekse sind nicht so fein wie Weizengebäck, dafür auch nicht so dröge, wie manches Vollkornplätzchen.

Ich habe lange an der Zusammensetzung gebastelt, mal schmeckten sie zu trocken, oder waren nicht süß genug, mal ließen sich der Teig nicht ausrollen. In dieser Kombination finde ich sie jetzt sehr gut. Ausreichend buttrig und süß und ein Kaugefühl, dass durch die Zugabe der Kokosflocken deutlich verbessert wurde.

Erdmandeln werden zwar in immer größeren Mengen verkauft, sind aber immer noch verhältnismäßig teuer. Nicht so schön, aber auch ein Vorteil: Süße Gerichte, die teuer sind, werden etwas achtsamer gegessen und unterstützen so das intuitive Essen. – Zuckersucht adé! 🙂

 

Erdmandel-Kekse

(ca. 28. Kekse)

  • 100g Butter
  • 200g gemahlene Erdmandeln
  • 50g gemahlene Mandeln
  • 50g Kokosflocken
  • 1 EL Flohsamenschalen
  • 1 Ei

Gut verkneten und dann zwei gleichdicke Rollen formen (ca. 15 cm Durchmesser). Am einfachsten geht das mit einem Stück Frischhaltefolie.

Danach die Rollen für ca. 45 Minuten ins Gefrierfach legen und später den Ofen auf 150°C vorheizen.

Wenn die Rollen kalt und fest geworden sind in ungefähr 1-cm-dicke Stücke schneiden.

Ich mache das, indem ich die Rollen auf der Folie schneide und die abgebröckelten Stücke nach dem Schneiden wieder andrücken, in dem ich die Rolle noch einmal mit der Folie einwickle.

Dann alle Stücke und auf ein Backblech legen und ca. 15 Minuten backen, bis sie goldbraun werden.
Direkt nach dem Backen sind die Kekse noch etwas weich, aber nach dem Abkühlen werden sie härter und so fest, dass man sie gut in eine Dose geben kann.

Man kann die Kekse auch gut einfrieren und nach Bedarf im Toaster auftauen. Sie schmecken lecker zum Kaffee oder Tee und machen für Kekse verhältnismäßig lange satt.

 

 

Kleiner Hinweis

Wenn ihr noch keine zuckerfreie Zeit hinter euch habt, kann es sein, dass euch die Süße der Erdmandeln nicht ausreicht. Euer Geschmackssinn ist möglicherweise noch zu sehr an die industrielle Süßweise gewöhnt. Wenn das so ist, dann würde ich mit etwas Reissirup, Stevia, Xylit, Erythrit oder Kokos-Palmblütenzucker nachsüßen.

Wenn ihr gerade in der zuckerfreien Zeit seid, dann verzichtet besser noch eine Weile auf dieses Gericht, und freut euch auf die Zeit danach. Der süße Geschmack der Kekse könnte das Zuckermonster unnötig reizen. 

 

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