Als ich anfing zuckerfrei zu leben, war mein einziger Wunsch, gesund zu werden. Mir war nicht klar, was diese neue Ernährungsform noch mit sich bringen würde, und erst im Nachhinein erkannte ich, dass Ohne-Zucker für mich nicht nur der Beginn von körperlicher Gesundheit war, sondern auch der Start einer Reise, die mich mir selbst näher gebracht hat.

Mit der Zeit entdeckte ich nämlich, dass ich eine Stimme in mir trage, die genau weiß, was gut für mich ist. Anfangs hörte ich sie kaum, dann sagte sie mir, was ich als nächstes Essen sollte und später gab sie an, in welche Richtung der nächste Schritt in meinem Leben gehen sollte. Je mehr ich ihr vertraut habe und ihren Angaben gefolgt bin, desto weiter hat sie mich aus dem alltäglichen Nebel geführt. Bis ich genau wusste, was ich wollte, und langsam das Leben führen konnte, dass ich wirklich leben will. Jetzt sehe ich ganz deutlich, dass diese Art zu Leben mich zum Glück führt.

 

Die innere Stimme

Ich denke, dass wir alle diese Stimme in uns tragen, nur können wir sie nur noch selten hören. Wir haben gelernt, sie zu ignorieren oder zu unterdrücken, weil sie zu oft genau das Gegenteil von dem wollte, was von uns erwartet wurde. Unsere Art des Erwachsenwerdens führt dann dazu, dass wir nicht das Leben leben, dass wir wollen, sondern eines, das von den Erwartungen der anderen geprägt wurde. Und unter dieser Oberfläche trauern wir unserem nicht gelebten Leben hinterher.

Und dieses nicht gelebte Leben zeigt sich oft mit Schmerz in jeder Form, den wir natürlich nicht empfinden möchten. Wer hat schon Lust auf miese Gefühle? Er zeigt sich besonders dann, wenn wir in den Leerlauf schalten, wenig Ablenkung haben oder etwas tun müssen, das uns keine Freude bereitet. Gerade dann hat unser Unterbewusstes eine Chance, uns durch das Dickicht des Alltags zu erreichen. Seine Sprache sind Bilder und Emotionen und es zeigt oft mit „negativen“ Gefühlen, dass unser Innerstes die Situation gerne anders gestalten möchte. Da sich das oft sehr unangenehm anfühlt, greifen wir gerne zu Möglichkeiten, uns von diesen „Nachrichten“ abzulenken oder sie zu unterdrücken – damit der Schmerz schnell wieder vergeht. Wir sind mit der Zeit richtige Meister darin geworden!

 

Unterhaltung als Schmerzmittel

Und da der Bedarf so groß ist, hat sich in unserer Kultur ein wahres Feuerwerk an Unterhaltung und Zerstreuungsmöglichkeiten entwickelt, die uns dabei helfen, diesen Schmerz nicht empfinden zu müssen. Zucker, Alkohol, Medien, Zigaretten, Kaufen, etc. All diese Dinge machen Spaß und dürfen auch sein, aber wenn es uns von echter Freude abhält, die einsetzt, wenn wir unsere wahren Bedürfnisse erfüllen, dann ist es zu viel Ablenkung gewesen.

Glück erreicht man nicht durchs Konsumieren, sondern man erschafft sich Glück durchs Tun.

Vor kurzem sah ich ein Werbeplakat, auf dem ein Mann draußen vor einer Tür stand und eine Zigarette rauchte. Darunter stand „5 Minuten Freiheit“.  – Ich dachte nur: Wie traurig! So ist es mit diesen Konsumartikeln: Sie täuschen dir 5 Minuten das vor, was dir eigentlich am meisten fehlt.

 

Ich bin froh, dass ich mich nach und nach dafür entschieden habe, nicht mehr regelmäßig von diesen Zerstreuungsmöglichkeiten Gebrauch zu machen und stattdessen den Mut hatte, mal richtig hinzuhören und die Dinge zu ändern, die mir in meinem Leben nicht gefallen haben. Angefangen hat das alles mit dem ersten Schritt: Kein Zucker für mich bitte, ich suche eine andere Süße im Leben. – Ich hatte damals nicht gedacht, dass ich sie ganz woanders finden werde, als in Kokosblütenzucker, Ahornsirup oder Stevia.

 

 

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