Mögt ihr Pfannkuchen und verzichtet darauf, weil sie Weizen enthalten? Dann ist hier die Lösung: Kennt ihr Kochbananen?

Oh, ich bin seit Jahren ein großer Fan! Angefangen hat das im letzten Jahrhundert (haha!) in einem kleinen Laden in Wuppertal. Dort wurden frittierte Kochbananen-Stückchen mit einer leicht scharfen Tomatensauce serviert. Dazu gab es ein Bananen-Weizen (ja, Hefeweizen mit Bananensaft) und der Abend war perfekt.

In den Jahren danach habe ich häufiger Kochbananen gekauft und dann schwarz werden lassen – damit sie schön süß wurden – und dann in der Pfanne gebraten. Erst später habe ich gelernt, dass gerade die grünen, unreifen so viele Vorteile habe. Grüne Kochbananen enthalten nämlich kaum Zucker, dafür aber eine Menge wertvolle Nährstoffe. Man kann sie im Geschmack vielleicht am ehesten mit Kartoffeln vergleichen.

 

Wunderbare Kochbanane

Wenn ihr im Netz nach Kochbananen sucht, werdet ihr von vielen guten Eigenschaften lesen. Sie sollen beim Abnehmen helfen, den Cholesterinspiegel senken, die Insulin-Sensitivität verbessern, die Darmgesundheit fördern und auch die Auswirkungen des Metabolischen Syndroms mildern. Sind sie ein Wundermittel? – So ganz klar ist das noch nicht, denn die Studienlage ist nicht so eindeutig. Es gibt allerdings ein paar positive Eigenschaften der grünen Bananen, die alleine schon jetzt überzeugen.

 

  • Ballaststoffe
    Kochbananen enthalten eine ordentliche Menge an Ballaststoffen, die die Darmgesundheit fördern und auch dafür sorgen, dass die Mehrfachzucker (Stärke) langsamer ins Blut übergehen.
  • Resistente Stärke
    Ein großer Teil der Bananen-Stärke ist resistente Stärke. Diese besondere Stärke wird nicht direkt von uns verdaut. Sie dient erst im unteren Darm als Bakterienfutter und fördert so eine gesunde Darmflora. Resistente Stärke wird daher auch als ein Präbiotikum bezeichnet. Die Bakterien verwandeln diese Stärke in Butyrat – kurzkettige Fettsäuren – die unsere Darmzellen (Enterozyten) füttern und stärken, die bei vielen durch die Lektine in Getreide sehr geschwächt wurden (Entzündungen und auch Risse (Leaky-Gut) in der Darmschleimhaut). Wenn sich diese Darmzellen erholen, können sie wieder besser Nährstoffe aus der Nahrung in den Körper leiten und so die Gesundheit fördern. Aber Achtung: Wer diesen Vorteil nutzen will, muss die Banane roh essen.
  • Zucker- und glutenfrei
    Solange die Banane grün ist, enthält sie fast keine Einfach- und Zweifachzucker. Gluten ist auch in den reifen Bananen nicht enthalten.
  • Nährstoffe
    Grüne Bananen enthalten im rohen Zustand eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralien, Aminosäuren und Spurenelementen. Unter anderem eine beachtliche Menge an Kalium, Mangan, Magnesium, Vitamin B6 und Kupfer. Erhitzt man sie, reduziert sich ein erheblicher Teil der Nährstoffe (hier gibt es mehr Infos dazu), allerdings bleibt noch mehr zurück, als z.B. in Weizenmehl, für das man sie gut eintauschen kann.

 

Bananenmehl

Mittlerweile gibt es auch fertiges Mehl von grünen Bananen zu kaufen, das macht vieles einfacher: Lange haltbar, immer verfügbar und vielseitig einsetzbar. Und wenn man die resistente Stärke nutzen möchte, dann kann man sich das Pulver so wie es ist, in den Smoothie oder die Haferflocken mischen (aber bitte langsam anfangen). Beim Erhitzen wird die resistente Stärke und einige Vitalstoffe zerstört, aber auch dann enthält das Mehl noch viele andere gute Nährstoffe.

Bananenmehl ist besonders in Pfannkuchen ein geniale Ersatz für Weizenmehl. Sie schmecken erstaunlicherweise sehr ähnlich und gar nicht nach Banane. Dazu kommt, dass diese nährstoffreiche Variante enorm sättigend und zufrieden stellend ist.. Eine gute Alternative also, bei der man gar nicht merkt, dass es Öko-Essen ist. 😉

 

Kochbananen-Pfannkuchen

(für ca. 6 kleine Pfannkuchen)

  • 125 ml Milch (Soja-, Mandel-, Cashew-, Kuh-Milch, oder ein Sahne-Wasser-Gemisch; nehmt, was da ist)
  • 2 Eier
  • 55-60g Kochbananen-Mehl
  • Etwas Vanille
  • etwas natürliches Salz
  • 1/2 TL Backing Soda (oder Natron)
  • 1 EL geschmolzenes Kokosöl
  • 1 TL Apfelessig

 

Die Eier mit der Milch verquirlen und die restliche Zutaten untermischen.

Ich lasse das Öl immer in der schon bereit gestellten Pfanne schmelzen und gebe den Apfelessig erst ganz zum Schluss dazu. Dann entstehen besonders viele Luftblasen.

Dann in einer leicht gefetteten Pfanne 6 kleine Pfannkuchen daraus backen. Ich nehme als Maß einen kleinen 1/4-Cup Behälter. Die Temperatur muss übrigens nicht so heiß sein, wie bei Weizen-Pfannkuchen. Sie werden schneller braun und gehen gut auf.

Ich esse Pfannkuchen sehr gerne mit Zitronenquark oder -Joghurt. Bei mir persönlich sieht der mittlerweile so aus:

  • Etwas Kokosjoghurt
  • Etwas Soja- oder Mandeljoghurt 
  • Ein Schuss Sahne
  • Zitronensaft
  • Zimt
  • Wer mag: Süße aus Xylit, Erythrit, Honig, etc.

Einfach nach Geschmack mischen und auf den Pfannkuchen geben. Ich finde es herrlich frisch!

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