Überreife Bananen – das kommt immer mal vor – landen bei mir im Gefrierfach und werden für verschiedene Rezepte genutzt. Zum Beispiel für Bananenbrot! Ihr ahnt wahrscheinlich schon, dass das konventionelle Rezept mit weißem Weizenmehl und viel Zucker keine Option für mich ist, und damit habt ihr auch Recht. Zum Glück gibt es leckere Alternativen, ohne Industriezucker auskommen, glutenfrei sind und sogar auch Paleo gerecht werden.    

Das Rezept

Die Grundlage für das Bananenbrot sind die Bananen, Mandelmehl und Eier. Leichter und lockerer wird es mit Tapiokamehl, nährstoffreicher und sättigender mit einer Mehl-Mischung aus Tapioka und grünen Bananen. Tapiokamehl, oder auch Stärke genannt, wird aus der Maniok-Wurzel hergestellt. Es liefert relativ wenige Nährstoffe, viele Kohlenhydrate, etwas Zucker, kein Gluten, aber es bindet trotzdem. Das Mehl ist ein relativ stark verarbeitetes Nahrungsmittel und daher etwas mit Vorsicht zu genießen. Insgesamt halte ich es für eine bessere Alternative, als weißes Weizenmehl, versuche aber so wenig wie möglich davon zu nutzen, weil die Folgen von leeren Kohlenhydraten häufig Zuckerappetit und Heißhunger sein können. Genau das kann mit der ersten Variante des Bananenbrotes passieren, deshalb werte ich das Mehl etwas auf, indem ich es mit Bananenmehl und Flohsamenschalen mische. So schmeckt das Brot zwar etwas „vollwertiger“, stabilisiert aber den Blutzucker besser. Zu den Vorteilen von Bananenmehl habe ich hier schon einmal etwas geschrieben. – Legen wir los mit dem Rezept!    

Bananenbrot

  • 170g Mandelmehl
  • Variante 1: 65g Tapiokamehl (oder Pfeilwurzelmehl) oder Variante 2: 30g grünes Bananenmehl, 30g Tapiokastärke, 1 EL Flohsamenschalen
  • 1 TL Natron
  • 1/2 TL Backpulver 
  • 1 TL Zimt
  • 1/4 TL natürliches Salz
  • Vanillepulver oder Extrakt nach Belieben
  • 4 mittelgroße überreife Bananen
  • 4 große Eier, Zimmertemperatur
  • 115g geschmolzene Butter oder Kokosöl
  • 1-2 TL Apfelessig
  Den Ofen auf ca. 150°C Umluft einstellen und die Butter in einer Schale schmelzen lassen. Die trockenen Zutaten mischen und bereit stellen. Bei diesem Gericht kommt es übrigens nicht darauf an, dass alles perfekt püriert und vermixt wird, denn gerade die schnelle Vermischung der Zutaten mit einer Gabel oder einem Spachtel sorgt für die Lockerheit. Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken. Die Butter aus dem Ofen nehmen und wieder etwas abkühlen lassen. Sie sollte noch flüssig, aber nicht mehr zu heiß sein. Die Eier unter die Bananen rühren und die geschmolzene Butter dazu geben. Dann nach und nach die Mehlmischung unterrühren und ganz zum Schluss den Apfelessig ebenfalls dazu geben. Die Reaktion von Natron und Apfelessig gibt dem Teig noch eine extra Lockerheit. Den Teig in einer Form (ca. 26cm lang) geben, etwas glatt streichen und dann in den Ofen stellen. Nach ca. 20 Minuten mit einem Backpapier abdecken und so lange backen, bis beim Einstechen kein Teig mehr am Stäbchen hängen bleibt. Das Bananenbrot ist sehr saftig und schmeckt kurz getoastet noch mal besser. 🙂   Kleiner Hinweis Wenn ihr noch keine zuckerfreie Zeit hinter euch habt, kann es sein, dass euch die Süße der Bananen nicht ausreicht. Euer Geschmackssinn ist möglicherweise noch zu sehr an die industrielle Süßweise gewöhnt. Wenn das so ist, dann würde ich mit etwas Honig, Reissirup, Stevia, Xylit oder Kokos-Palmblütenzucker nachsüßen. Wenn ihr gerade in der zuckerfreien Zeit seid, dann passt bitte mit diesem Rezept etwas auf, denn die Fructose in der Banane und die Tapiokastärke könnte das Zuckermonster unnötig reizen.