Hirse, das kleine Wunderkorn, dass voller Mineralstoffe und Spurenelementen steckt, fördert nicht nur unsere Gesundheit und das Sättigungsgefühl, sondern auch unsere Schönheit. 🙂 Silizium und Kieselsäure heißen die Zauberworte, denn beide sorgen für gesunde Haare, feste Fingernägel und ein schöne Haut. Und Hirse enthält beides in größeren Mengen, als andere Getreidearten.

Man weiß, dass die Menschheit schon 5.000 Jahre v. Chr. Hirse angebaut und gegessen hat. Pythagoras hat seinen griechischen Mitbürgen Hirse empfohlen, Attila der Hunnenkönig ließ sie seinen Gästen servieren, die Chinesen bezeichneten sie als eine von fünf heiligen Pflanzen und Hildegard von Bingen fand sie angeblich richtig doof: „die Hirse ist nicht brauchbar zum Essen, weil sie weder das Blut noch das Fleisch im Menschen mehrt, noch ihm Kräfte verleiht, sondern sie füllt nur den Bauch und mindert nur den Hunger, weil sie den Geschmack des Erquickens nicht hat

Wie so oft in der Ernhährungslehre gibt es fast immer zwei Auffassungen zu einem Thema.

Hirse-Frühstück

Streng genommen ist die Hirse nicht vollwertig, da sie geschält ist. Die Schale ist unverdaulich und sollte besser nur gemahlen gegessen werden. Im Handel gibt es diese Hirse dann als Braunhirse.

Mich machen Gerichte aus Hirse immer angenehm satt und mein Bauch fühlt sich nicht voll und schwer an. Einen Zuckerhunger spüre ich danach auch nicht. Das mag neben den vielen Nährstoffen am hohen Proteingehalt (11%) liegen, der mir als Vegetarier ganz recht ist.

Dieses Frühstücksrezept schmeckt mir sehr gut und kommt (bis auf ein paar Waldbeeren, die für Obst sehr fructosearm sind) ohne Zucker aus. Das Geheimnis sind die vielen leckeren Gewürze, die die Hirse sehr schmackhaft machen und das cremige Mandelmus. Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt:

 

Hirse-Frühstück

Zutaten für eine Portion:

  • 3-4 EL Hirse (am besten über Nacht eingeweicht und in einem Sieb abgespült)
  • Wasser nach Bedarf (oder Mandel- oder Kokosmilch oder eine Mischung aus beiden)
  • Gewürze nach Geschmack: Zimt, Anis, Sternanis, Kardamom, Vanillepulver, Muskat; jeweils eine Messerspitze oder mehr
  • 1 EL Mandelmus (eigentlich nur, wenn mit Wasser gekocht wurde)
  • etwas Zitronensaft

für Obendrauf:

  • etwas Joghurt (Milch, Soja, Kokos, oder eine Mischung)
  • Waldbeeren (frisch oder gefroren/aufgetaut)

Die Hirse in einen Topf geben und ungefähr doppelt soviel Wasser dazu geben. Die Gewürze mit einrühren und zum Kochen bringen. Dann auf kleiner Flamme ca. 15 Minuten (wenn vorher nicht eingeweicht, dann eher 25 Minuten) köcheln lassen. Bei Bedarf noch Wasser dazu geben. Das Ziel ist, dass die Körner weich, aber mit Biss wird und das Wasser vollständig eingekocht ist.

Wenn es soweit ist, das Mandelmus unterrühren und etwas Zitronensaft dazu geben. Auf einen Teller geben und den Joghurt und die Beeren darüber streuen. Mit Zimt bestreuen und genießen.

Hirse-Frühstück

Extra-Tipp: Dieses Gericht ist auch sehr praktisch zum mitnehmen.
Einfach die fertige Hirse in ein Glas/Dose geben die gefroren Früchte darüber streuen und alles mit Joghurt bedecken. Bis zum Essen sind die Früchte aufgetaut.

 

Kleiner Hinweis

Wenn ihr noch keine zuckerfreie Zeit hinter euch habt, kann es sein, dass euch die Süße der Hirse nicht ausreicht. Euer Geschmackssinn ist möglicherweise noch zu sehr an die industrielle Süßweise gewöhnt. Wenn das so ist, dann würde ich mit etwas Honig, Reissirup, Stevia, Xylit oder Kokos-Palmblütenzucker nachsüßen.

Wenn ihr gerade in der zuckerfreien Zeit seid, dann lasst am besten die Waldfrüchte weg, sie könnten das Zuckermonster unnötig reizen. Hirse schmeckt auch als herzhafte Variante mit Gemüse sehr gut zum Frühstück.

 

 

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