Focaccia – glutenfrei und lowcarb

von | 16. Januar 2021 | 6 Kommentare

Kokosmehl und Olivenöl! Wer hätte gedacht, dass das ein Brot ergeben könnte.

Focaccia! Warmes öliges Weizenbrot mit Kräutern, Oliven und Tomaten! Oh, so lecker!

Weißer Hefeteig ist einfach gut! Aber es hilft nichts, er steht den Meisten im Wege, die sich vom Zucker lösen wollen. Es ist sinnvoll, wenigstens im Alltag auf Weißmehl-Produkte zu verzichten. (Ich erwähne es hier immer wieder.)

Damit das besser klappt, bin ich immer über Alternativen erfreut, die einfach herzustellen sind und gut schmecken. Und dieses Rezept gehört dazu.

Ich habe es auf Youtube bei Heavenly Fan entdeckt. Es lohnt sich, den Kanal zu besuchen, denn Fan hat einige interessante Ideen! Dieses Brot ist eine davon. Keto-vegan-glutenfreie-Focaccia! Das geht?

Ja, es geht! Es schmeckt anders, aber trotzdem gut.

Ich habe die Zutaten ganz leicht verändert, weil mir das Brot im Original ein bisschen zu süß geschmeckt hat.

Das Rezept

Der Geschmack
Wenn ihr euch die Zutaten anseht, werdet ihr schon vermuten, dass dieses Brot nicht wirklich nach einem frischen Hefeteig aus Weizen schmecken kann. Aber es ist trotzdem lecker. Aromatisch, weich, ölig und saftig. Und die knusprigen Rosmarin-Nadeln sind einfach himmlisch.

Die Temperatur
Olivenöl bleibt bis ca. 180°C (manche Sorten auch bis 200°C) stabil, höher sollte es aber nicht erhitzt werden. Daher backe ich das Brot nur bei ca. 150-170°C.

Kein weißes Mehl!
Auch in diesem Rezept wird wieder kein weißes Mehl genutzt, sondern Kokos- und Mandelmehl.

Bindung
Da der Teig kein Gluten enthält, müssen wir mit anderen Zutaten arbeiten, um das Brot zusammen zu halten. In diesem Rezept sorgen Leinsamen und Flohsamenschalen dafür.

Hefe
Die Hefe ist rein für den Geschmack mit im Brot. Sie treibt den Teig nicht, dafür sorgt das Backpulver und das Natron, in Kombination mit dem Essig.

Focaccia

  • 80 g Kokosmehl
  • 20 g Mandelmehl
  • 20 g Flohsamenschalen
  • 1 TL Weinsteinbackpulver
  • 1/2 Natron
  • 1 EL gemahlene Leinsamen (ich nehme die goldenen, dann bleibt das Brot heller)
  • 1 TL Trockenhefe
  • ca. 1/2 TL natürliches Salz
  • 4 EL Olivenöl
  • ca. 400 ml heißes Wasser (sehr wahrscheinlich zu viel Flüssigkeit, Vorsicht!)
  • 2 TL Apfelessig
  • frischer Rosmarin
  • mehr Olivenöl
  • Salz

Form: ca. 30 x 20 cm | Temperatur: 170°C | Backzeit: 30-50 Minuten, Ober- und Unterhitze

Zuerst die trockenen Zutaten in einer Schüssel verrühren. Dann das Wasser mit dem Essig in einer zweiten Schüssel vermischen und bereit stellen.

Das Olivenöl und etwas von dem Wasser in die Schüssel geben und alles miteinander verrühren. Es wird etwas schäumen, da das Essigwasser mit dem Natron reagiert.

Langsam mehr Wasser dazu geben, bis alles miteinander verbunden ist und ein feuchter Teig entsteht. Ich brauche ungefähr 300 ml Flüssigkeit, aber das hängt immer von den Zutaten und auch vom Wetter ab.

Wichtig ist, dass der Teig nicht zu nass wird. Es braucht einen Moment, bis die Flüssigkeit aufgenommen wurde. Deshalb: schön langsam das Wasser in die Schüssel geben und aufhören, sobald der Teig zusammen hält.

Jetzt muss der Teig geknetet werden. Mit der Hand ca. 10 Minuten, mit der Rührmaschine reichen ca. 5 Minuten aus.

Der Teig ist fertig, wenn er nicht mehr klebt und sich elastisch anfühlt. Er springt etwas zurück, wenn man mit dem Finger rein drückt. Du kannst dir das hier im Video noch genauer ansehen.

Wenn der Teig fertig ist, wird er zu einer Kugel gerollt und zurück in die Schüssel gelegt. Jetzt muss er etwas ruhen und auch wenn er nicht aufgeht, ist diese Pause wichtig für das Endergebnis. Decke die Schüssel mit einem feuchten Tuch zu und gib ihm 1 Stunde Pause.

Kurz vor der Weiterbearbeitung den Ofen auf 170°C vorheizen und die Form mit Backpapier auslegen. Ich knülle das Papier vorher gerne zusammen, dann passt es besser in die Form.

Nach der Gehzeit gebe ich etwas Olivenöl auf das Papier und drücke den Teig in Form. Ziel ist, das Brot nicht dicker als 1 cm zu formen und die Stellen, die aufbrechen, einfach wieder zusammen zu drücken. Die Risse verschwinden beim Backen.

Danach mit den Fingern noch ein paar Dellen in den Teig drücken, in denen sich dann das Olivenöl sammeln kann, das ich anschließend noch großzügig über das Brot gieße und mit den Fingern verteile.

Zum Schluss noch ein paar Rosmarin-Nadeln auf das Brot legen und es mit Salz bestreuen.

Jetzt ist es Zeit, das Brot in den Ofen zu schieben.

Im Rezept sind für die Backzeit 50-60 Minuten angegeben, aber das ist für meinen Ofen deutlich zu lange. Mir reichen 30 Minuten. Außerdem decke ich das ausreichend gebräunte Brot nach ca. 10-15 Minuten mit Backpapier zu, damit es nicht verbrennt. Es sieht schon nach 10 Minuten recht dunkel aus.

Frisch aus dem Ofen kann man nochmal etwas Olivenöl drüber gießen und es dann genießen.

Fertig!

Guten Appetit!

Das Brot schmeckt warm und kalt und kann auch eingefroren werden.

  • Kristina sagt:

    Ich habe das Brot eben gebacken. Bei dir sieht es so aus, als wäre es während der Backzeit etwas aufgegangen. Bei mir ist das überhaupt nicht der Fall. Woran kann das liegen. Backst du mit Umluft? Oder mit Unter-und Oberhitze?

  • Kristina sagt:

    Wow! das hört sich ja echt lecker an. Da ich aktuell komplett auf Gluten verzichte, werde ich das auf jeden Fall ausprobieren.
    Danke dafür.

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