Lange hab ich nach einem vollwertigen Pfannkuchenrezept gesucht, dass den Beinamen Fluffig auch verdient (wie sagt man eigentlich „fluffy“ auf Deutsch?). Vollkornpfannkuchen sind ja oft etwas zu fest oder trocken und dann muss man mit vielen Eiern dagegegen halten, damit sich die dicke Schuhsohle etwas entspannt. Dann wiederum gibt es Rezepte, da ist der Teig so schön locker und weich, dass man den pancake überhaupt nicht wenden kann und am Schluss seltsamen zerbröselten Kaiserschmarrn erhält.

Wer hätte gedacht, dass die Lösung, die ich finden werde, auch noch gluten- und lactosefrei möglich ist. (Vegan hab ich leider noch nicht ausprobiert, das eine Ei müsste ersetzt werden).

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Das Geheimnis ist Buchweizen- und Maronenmehl. Diese Mischung macht eine richtig guten klebrigen Pfannkuchenteig, der sich super in der Pfanne verteilt und auch umdrehen lässt.  Der Geschmack ist schon etwas anders, als mit weißem Mehl, irgendwie nussig-kräftiger. Schmeckt aber wirklich gut, und eigentlich lebt so ein Pfannkuchen ja vor allem auch von dem, was man obendrauf legt. Ich hab mich für eine Erdbeer-Bananen-Sauce entschieden. Für mich ist es süß genug, andere müssten vielleicht etwas nachhelfen.

Leider hat das ganze einen kleinen Nachteil: Das Maronenmehl ist nicht ganz billig. Dieses Rezept kommt allerdings mit 50g davon aus und man erhält ungefähr 1,5 mal so viele Pfannkuchen wie auf dem Foto. Und sie sättigen enorm! Es könnte also gut sein, dass davon 3 Personen satt werden.

Also los! Hier das Rezept:

Fluffige Buchweizen-Maronen-Pfannkuchen

  • 100g Buchweizenmehl
  • 50g Maronenmehl
  • 3/4 TL Pfeilwurzelstärke
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/4 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 1 EL Kokosöl oder Ghee, zerlassen
  • 300 ml Hafermilch (besser selbstgemachte, um den Zucker zu vermeiden)
    oder für glutenfrei: Mandelmilch
    oder vollwertig: Sahne-Wassermischung
    Normale Milch geht auch, aber ich bin ja nicht so ein Fan davon. Lactosefreie Milch macht das ganze sogar automatisch noch etwas süßer (aber Vorsicht, das ist auch Zucker).

Alle „Pulver“ durch ein Sieb in eine große Schüssel geben. Mit einem Schneebesen die Milch und das Ei kurz unterrühren und aufpassen, dass keine Klümpchen entstehen. Das Fett in der Pfanne anwärmen und auch unterrühren.

Gebt den Teig in die heiße Pfanne (wenn sie unbeschichtet ist, braucht ihr noch zusätzliches Fett zum braten) und stellt die Hitze etwas niedriger. Wenn der Teig viele kleine Löcher gebildet hat, ist es Zeit den pancake zu wenden.

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Jetzt noch ein bisschen warten und der erste Pfannkuchen wäre geschafft. Ich habe dieses mal kleine Pfannkuchen gebacken, große funktionieren aber auch sehr gut.

 

Für die Sauce hab ich folgende Zutaten genommen:

Erdbeer-Bananen-Sauce

  • eine handvoll gefrorene Erbeeren, angetaut
  • 1 Banane, sehr reif
  • etwas Vanillepulver (pur, kein Vanillinzucker)
  • ein paar Spritzer Zitronensaft

Alles miteinander pürieren und über die fertigen Pfannkuchen gießen. Guten Appetit!

 

Kleiner Hinweis

Wenn ihr noch keine zuckerfreie Zeit hinter euch habt, kann es sein, dass euch die Süße nicht ausreicht. Euer Geschmackssinn ist möglicherweise noch zu sehr an die industrielle Süßweise gewöhnt. Wenn das so ist, dann würde ich mit etwas Honig, Stevia, Xylit, Kokos-Palmblütenzucker oder rohem Agavendicksaft (Achtung Fructose) nachsüßen.

Wenn ihr gerade in der zuckerfreien Zeit seid, dann passt bitte mit diesem Rezept etwas auf, denn der süße Geschmack könnte das Zuckermonster unnötig reizen.

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