Zuckerentzug: Rückfälle? – nur Mut!

von | 18. Mai 2015 | 4 Kommentare

Dieses Video soll all denen Mut machen, die vielleicht gerade wieder Süßes gegessen haben und mit dem schlechten Gewissen kämpfen. Es liegt euch jetzt vielleicht nahe zu denken: „Ach, jetzt hab ich ja doch schon das Stück Kuchen heute gegessen, dann ist es auch egal, wenn ich jetzt noch Schokolade esse! Ist sowieso zu spät.“

Nein, ist es nicht! Zuckerentzug ist keine einfache Sache, seid deshalb bitte nicht so streng mit euch! Die Rückfälle gehören wirklich dazu und sind Teil des Weges.

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Es gibt sogar eine sehr gute Sache an ihnen:

Sie können euch immer wieder zeigen, wie gut sich das Leben ohne Zucker anfühlt, denn nach einer Weile ohne Süßes werdet ihr ganz bestimmt schnell die Nachteile des Rückfalls bemerken.

Also, seid lieb zu euch und urteilt nicht zu hart über eure kleinen Abwege. Die sind voll in Ordnung.

 

  • Valentina sagt:

    Viele haben mit der Zuckersucht zu kämpfen. Auch ich mal mehr mal weniger. Es gibt Wochen und Monate, wo ich mit Zartbitterschokolade auskomme und andere Wochen und Monate, wo ich rückfällig bin auf alles andere (Vollmilchschokolade, Kekse, Kuchen usw.)

    Ich finde die Message super, dass man sich bei einem Rückfall nicht verrückt machen sollte. Es gibt Gründe, warum man den Zucker braucht und wenn es um einen geschehen ist, dann sollte man sich kein schlechtes Gewissen einreden.

    Klar gibt es Wege, wie man den Zucker effektiv reduzieren kann. Und wenn man eienn Weg findet, mit dem man Erfolge erzielt, dann ist es doch super. Und da kann man ruhig mal kontrolliert ein mal die Woche oder ein mal im Monat sich etwas Süßes gönnen, was man aus dem Alltag verbannt hat.

    In diesem Sinne
    Süsse Grüße

    PS: Lasst auf meinem Blog einen Kommentar! 🙂

  • Sylvie sagt:

    Vielen Dank für deine Gedanken zu Rückfällen! Ich denke, dass wohl jeder mehr oder weniger damit zu kämpfen hat, aber keiner spricht darüber!
    Dadurch denkt man schnell, dass man selber einfach unfähig ist, so etwas einfaches hinzubekommen. Und schon ist man schnell wieder drin im Frust-Schoki-Essen.
    Ich selber bin rein theoretisch seit Anfang Dezember zuckerfrei. Theoretisch deshalb, weil ich im April einen heftigen Rückfall hatte. Zuerst nur ganz wenig (irgendeine Osternascherei) und ich dachte: „Siehst du, ein bisschen Zucker geht doch, danach machst du einfach weiter.“ Doch leider wurde die Zuckermenge von Tag zu Tag wieder mehr. Ich habe mich einfach grässlich gefühlt. Und dieses grässliche Gefühl habe ich versucht mit Schokolade zu betäuben. Toll….
    Aber wie du selber sagtest, dieser Rückfall war in diesem Moment dafür gut, um mich daran zu erinnern, wie schrecklich ich mich in diesem Suchtkarussell fühle.
    Ich habe die Kurve wieder bekommen und ich hoffe, dass ich beim nächsten Mal (denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es irgendwann wieder zu einem Rückfall kommt) schneller erkenne, dass Aufgeben gar nicht in Frage kommen kann.
    Liebe Grüße, Sylvie

    • zuckermonster sagt:

      Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar! Es hat mich sehr gefreut von deinen Erfahrungen zu lesen und ich kann dir das alles so gut nachfühlen! Am Anfang hatte ich auch einige Rückfälle. Manchmal wollte ich es dann komplett sein lassen, aber die alten Symptome kamen immer wieder zurück.

      Es ist nicht einfach! Sei stolz auf dich, dass du das erste mal so lange durchgehalten hast. Zucker ist ein echter Suchtstoff und mit dem Willen gegen die Biochemie (die in unserem Körper das Zepter in der Hand hat) anzugehen, ist echt eine starke Leistung! Und stimmt, die meisten reden nicht über Rückfälle, aber weißt du was? Sie kennen sie auch gar nicht, weil die wenigsten es wirklich versuchen. Ich höre in 95% der Fälle: Das könnte ich nicht! Siehst du, wie gut du das eigentlich schon gemacht hast?

      Ich wünsch dir sehr, dass du dieses mal länger am Ball bleibst. Irgendwann wird es wirklich so sein, dass ab und zu etwas Zucker kein großes Problem mehr sind. Da kannst du dich schon drauf freuen. Wann das so ist? – Hm, das ist bei jedem etwas anders. Dein Körper wird es dir bestimmt zeigen. Es ist genau dann, wenn du nach dem nächsten Rückfall frei entscheiden kannst, dass das jetzt erst mal genug war. Und dann ist es kein Rückfall mehr, sondern eine genussvolle Ausnahme.

      Sylvie, das wird toll!

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