Zuckersucht: Alles, was du wissen musst, um die Sucht nach Süßem zu besiegen

von Ilga Pohlmann

Wunderbar, dass du hier gelandet bist! Herzlich willkommen!

In diesem Artikel findest du viele wichtige und hilfreiche Informationen über das Thema Zuckersucht und erfährst mehr über die Wege, wie sie sich überwinden lässt.

Ich werde mit dir besprechen, woher die unglaubliche Lust auf Süßes kommt. Wir werden uns genauer ansehen, wie dieser Süßhunger entsteht und wie du ihn beenden kannst. 

Vorweg aber erst einmal ein Trost.

Bevor wir loslegen, will ich dir eine Last von den Schultern nehmen: Es ist nicht deine Schuld!

Zuckersucht ist keine Frage von Versagen, von einem übermächtigen inneren Schweinehund oder einem schwachen Willen. Diesen Zahn will ich dir gleich ganz zu Anfang ziehen.

An dir ist also nichts falsch oder kaputt. Dein Appetit auf Süßes hat einen guten Grund.

Ich verstehe dich!

Ich hab wahrscheinlich genau das erlebt, was du gerade empfindest, und kann komplett nachvollziehen, dass das ein Problem ist – auch wenn viele Menschen in deinem Umfeld das vielleicht sogar als Quatsch abtun.

Ich kenne den Leidensdruck und bin sehr froh, dass ich daraus gefunden habe. Das ist auch meine Motivation für diese Seite: Ich helfe Menschen – wie dir – von der Zuckersucht loszukommen. Weil es sich so sehr lohnt! Das Leben ist einfach besser, wenn man frei wählen kann, ob es jetzt Süßigkeiten sein müssen oder nicht. Hier kannst du mehr zu meiner Geschichte und über mich lesen.

Das Thema ist groß und gute Information ist wichtig, damit du verstehst, was alles im Hintergrund einer Sucht passiert. Und genau diese Infos bekommst du hier!

Ich wünsche dir einen guten Einstieg in das Thema und hoffe, dass ich dir mit meinen Infos weiter helfen kann, damit auch du bald dem Zwang, Zucker zu essen, „Lebe wohl!“ sagen kannst!

Los geht’s.

Auf Zucker verzichten: Spitzen-Gespräch

Ich bin schon seit langer Zeit ein großer Fan von Prof. Spitz‘ Arbeit und daher war ich sehr erfreut, als ich zum Spitzen-Gespräch eingeladen wurde.

„In diesem interessanten und unterhaltsamen Spitzen-Gespräch zwischen Prof. Jörg Spitz und Ilga Pohlmann geht es um den Zucker und die Frage, wie man am besten auf Zucker verzichten kann und wie die Zuckerentwöhnung erfolgreich gelingen kann, damit man „Endlich zuckerfrei!“ wird."

Was ist Zuckersucht?

Ist der tägliche Jieper auf Schokolade schon eine Zuckersucht, oder einfach ein menschliches Verlangen nach Süßem?

Ab wann kann man von Sucht sprechen? Wenn man vielleicht regelmäßig Schokolade isst oder sie braucht, wenn man gestresst ist? Oder ist das nicht etwas übertrieben? 

Kann man bei Zucker wirklich von einer Droge sprechen? Gibt es überhaupt so etwas wie Zuckersucht?

Und wenn du eher von Schokoladensucht sprechen würdest, dann wette ich, dass du am liebsten zur Milchschokolade greifst. Die mit schön viel Zucker 😉 Oder?

(Der Jieper auf Schokolade kann aber auch dadurch begünstigt werden, dass sie Bestandteile enthält, die uns aufmuntern und glücklich machen, so wie Theobromin oder Tryptophan als Vorstufe von Serotonin. Auch der Schokoladenhunger während der Periode kann einfach der Bedarf nach Magnesium sein. Kakao an sich tut uns also schon gut, nur nicht die große Menge an Zucker, die wir bei der Milchschokolade gleich mitessen.)

Zurück zur Sucht: Wenn du einen Arzt nach Zuckersucht fragst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er das nicht ernst nehmen wird. Die meisten Ärzte stellen Zuckersucht in Frage, sprechen maximal von einem “suchtähnlichen” Verhalten, und offiziell ist sie noch nicht so weit anerkannt. Deswegen wird es auch eher schwer, bei Zuckersucht ärztliche Hilfe zu bekommen.

Ich bin den Fragen zu einer möglichen Sucht nach Zucker trotzdem auf die Spur gegangen und habe mir einmal die klassischen Anzeichen einer Sucht angesehen und mit der Zucker-Situation verglichen.

Starten möchte ich allerdings mit einem Gefühl, das mich während der vielen Jahre, in denen ich zuckersüchtig war, immer begleitet hat: 

Ein Gefühl von Machtlosigkeit

Vielleicht kennst du das auch, dass du dich dem Zucker gegenüber MACHTLOS fühlst. Als ich noch regelmäßig Zucker essen MUSSTE, habe ich mich den Süßigkeiten oft wie ausgeliefert gefühlt. Da war nix mit freier Wahl, ob ich sie essen wollte oder nicht. Ich musste zugreifen. Manchmal habe ich es gar nicht richtig mitbekommen. Es lief wie automatisiert ab. Ich hatte ständig Appetit auf Süßes und hab abends im Bett schon ans süße Frühstück am nächsten Tag gedacht.

Mich nervte diese Abhängigkeit und ich hoffte immer, dass ich mich einmal so sehr überfressen würde, dass ich danach nie wieder etwas Süßes essen wollte. Aber das ist nie passiert. Übel war mir trotzdem häufiger. 

Und dann versuchte ich es mit guten Vorsätzen: "Ab morgen werde ich weniger naschen!"
Aber wie du dir vielleicht denken kannst, hat auch das nicht funktioniert und am nächsten Tag ging es weiter wie bisher. Und ich hatte das fiese Gefühl, schon wieder gescheitert zu sein. 

Im Nachhinein gesehen kommt es mir vor, als ob ich mich damals wie ein Junkie gefühlt habe. Da arbeitete eine Kraft in mir, die dafür sorgte, dass ich immer wieder meine Vorsätze brach. Mittlerweile weiß ich, was dahinter steckte, und Zucker war ganz sicher ein großer Teil von diesem Kreislauf.

Kein Zweifel, ich war zuckersüchtig!

Glaubst du nicht, dass es so etwas wie eine Zuckersucht gibt? 

Ich hab es mir genau angesehen und die Situation eines Zuckersüchtigen mit den üblichen Kriterien von Sucht in meinem Beitrag ”Was ist Zuckersucht?” verglichen. Machtlosigkeit ist dabei nur ein Indikator. Dazu zählen auch Kriterien wie Abstinenzunfähigkeit, Toleranzbildung, Kontrollverlust und Entzugserscheinungen. Klingelt da was bei dir? 

Du wirst sehen: Ob nun Zuckersucht, Alkoholsucht, Zigarettensucht oder Spielsucht … bis auf das jeweilige Suchtmittel sind die Charakteristika ziemlich ähnlich.

Zuckersucht Test

Zuckersucht-Test

Wenn du für dich mehr Klarheit haben möchtest, ob du zuckersüchtig sein könntest und wie stark, dann empfehle ich dir, dass du einfach mal den Zuckersucht-Test machst. 

Mein Zuckersucht-Test wirft einen ganzheitlichen Blick auf das Phänomen Zuckersucht und verbindet ausdrücklich die körperliche und die emotionale Komponente der Zuckersucht. 

Denn es kann sein, dass dein Körper durch regelmäßigen Zuckerkonsum einfach daran gewöhnt ist, häufigen Zuckernachschub zu bekommen. Darüber hinaus ist es auch möglich, dass du dich zusätzlich emotional an den Zucker gebunden hast. Das bedeutet, dass du Zucker brauchst, um ruhig und entspannt sein zu können. Wenn er wegfällt, fehlt dir etwas, du wirst unruhig und hast “Schmacht”. Spätestens hier wird es ungemütlich, denn dann kannst du nicht mehr frei entscheiden, ob du Zucker essen möchtest oder nicht. 

Finde heraus, wie es um deine Zucker-Situation steht. Mache den Zuckersucht-Test

Symptome bei Zuckersucht

Ach Quatsch, so etwas wie eine Zuckersucht gibt es nicht!”, sagen viele. Und ja, die Grenzen zu natürlicher und menschlicher Lust auf Süßes sind fließend, aber es gibt ein paar typische Symptome bei Zuckersucht.

Einige der Symptome zeigen sich aufgrund der hohen Menge an Zucker und sind nicht gleich ein Anzeichen für Zuckersucht. (Durchschnittlich essen wir nämlich um die 100 Gramm Zucker pro Person und Tag, Zuckersüchtige oft bei weitem noch mehr.)

Aber andererseits: Wer, der nicht süchtig ist, isst Zucker in diesen großen Mengen, dass es schadet?

Ich liste dir hier die typischen Symptome auf, wenn man süchtig nach Süßem oder Schokolade ist. Erkennst du dich vielleicht in einigen wieder?

Typische Symptome bei Zuckersucht

  • Leidensdruck
  • Dringender Wunsch nach Süßem
  • Heißhungerattacken
  • Ewiger Appetit
  • Süßigkeiten als regelmäßiges Mittel der Beruhigung in Stresssituationen
  • Emotionale Bindung an Essen
  • Übermäßiges Essen
  • Begeisterter Genuss von Teigigem, Pasta und Brot
  • Große Süßigkeiten-Depots
  • Heimliches Naschen
  • Unfähigkeit Süßigkeiten abzulehnen
  • Hautprobleme
  • Schwaches Immunsystem
  • Schlafstörungen
  • Stress oder Angst bei dem Gedanken, auf Zucker verzichten zu müssen
  • Rückfälle
  • Ständiges Brechen der guten Vorsätze
  • Entzugserscheinungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Nebel im Kopf

Jeder Mensch ist unterschiedlich und reagiert auch verschieden, so können die Symptome sehr verschieden ausgeprägt sein. Natürlich gibt es auch noch mehr Symptome, aber diese sind schon relativ gute Indikatoren, ob eine Zuckersucht vorliegen könnte oder nicht.


Aber warum eigentlich der ganze Trubel? Wir tun auch andere Dinge im Leben, die uns nicht besonders gut tun und vielleicht auch Symptome hervorrufen. Und dennoch läuft der Körper “einigermaßen rund”. Was soll denn bitte gerade am Zucker so schlimm sein?

Zuckersucht Innerer Schweinehund

Macht Zucker krank?

Hier möchte ich gar nicht lange um den heißen Brei herumreden.

Ja, Zucker kann krank machen. 

Natürlich gilt hier wie bei allem: Die Dosis macht das Gift. 

Wenn dein täglicher Zuckerkonsum aus ein paar Stückchen hochprozentiger Schokolade besteht, dann wird dich der Zucker nicht krank machen. Aber wenn du schon morgens regelmäßig in die Blutzuckerachterbahn einsteigst, kann das gravierende Folgen für deine Gesundheit haben. 

Kurzfristige Folgen von einem hohen Zuckerkonsum können Müdigkeit, Abgeschlagenheit, schlechte Laune oder Schwindel sein. 

Und auf lange Sicht wird es nicht besser. Es können Erkrankungen wie allgemeine Entzündungen im Körper, Akne oder andere Hautprobleme (Ausschläge, Schuppenflechte, ...) auftreten. Auch das Hormonsystem leidet unter zu viel Zucker, denn dann muss die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin ausschütten. Und Insulin nimmt wiederum Einfluss auf andere Hormone. Auch unsere Sexualhormone werden davon beeinflusst. Es kann zu hormonellen Dysbalancen wie Endometriose, PCOS, PMS oder schmerzhafte Perioden kommen. Oder die Libido wird in Mitleidenschaft gezogen. Haarausfall, chronische Energielosigkeit, Insulinresistenz oder Diabetes (alle Typen, auch Demenz), Depression und Angstzustände, Darm- oder Schlafprobleme und noch anderes können weitere ernste Folgen von zu viel Zucker sein!

Über einen langen Zeitraum droht dann auch eine Fettleber, erhöhte Blutfettwerte und das gefährliche Bauchfett (Viszeralfett), das dann die Basis für Herzinfarkt und Schlaganfall legen kann (Metabolisches Syndrom).

Also leider ja, Zucker macht krank 🙁

Wenn du viel Zucker isst und häufig erkältet bist oder kränkelst, kann das auch einen Zusammenhang haben. 

Zuckersüchtige Leute sind leider anfälliger für Erkältung, weil das Immunsystem (Darmflora) nicht so stark ist. Und da beißt sich ganz schnell die Katze in den Schwanz. Denn was nutzen die meisten, wenn sie erkältet sind? Erkältungsmittel aus der Apotheke! Aber hast du schon mal auf die Zutatenliste geschaut? Zucker steht da oft mit an erster Stelle…

Und dann muss ich auch wieder sagen, dass die Krankheitsanfälligkeit bei einem hohen Zuckerkonsum sehr individuell ist. Manche Körper können Belastungen durch viel Zucker scheinbar leichter wegstecken als andere. 

Und deswegen kann es sein, dass jeder Mensch andere Lösungen für seine Probleme braucht. Während manche gar keinen Bedarf sehen, etwas zu verändern, spüren andere deutlich, dass der Zucker ihnen nicht gut tut. 

Denen, die aus dem Zucker aussteigen wollen, empfehle ich ohne Frage eine natürliche und nährstoffreiche Ernährung, die den körperlichen Zuckerhunger eindämmt.

Zusätzlich ist oft eine Betrachtung der emotionalen Auslöser hilfreich und nötig, um die Sucht endgültig zu beenden. 

Womit wir auch schon beim nächsten Aspekt sind:

Ursachen von Zuckersucht

Lass uns einen Blick auf die wesentlichen Ursachen von Zuckersucht werfen. Wie kommt es überhaupt dazu, dass man zuckersüchtig wird? Was macht Zucker im Körper, dass wir nicht die Finger von dem süßen Pulver lassen können? 

Natürlich ist jeder Mensch individuell und hat seine eigenen Gründe fürs Naschen. Trotzdem lässt sich zusammenfassen, dass fünf Faktoren als Auslöser der Sucht bei vielen Menschen besonders einflussreich sind. 

Und diese erklären auch, warum es eben nicht so leicht ist, den Zucker einfach wegzulassen oder einfach weniger Süßigkeiten zu essen. Das ist bei Zuckersüchtigen ja gerade das Problem: Sie können die Schokolade nicht einfach nicht essen. So sehr sie es auch wollen! Es kommt doch immer wieder diese andere Kraft dazwischen.

Damit diese andere Kraft, die Zuckersucht, überhaupt entstehen kann, wirken mehrere Faktoren. 

Unsere typische westliche Ernährung ist eine der Ursachen für Zuckersucht.

Üblicherweise ernähren sich die meisten heute von hoch verarbeiteten und industriell hergestellten Lebensmitteln. Das Problem dabei ist, dass der Körper an eine naturbelassene Nahrung gewöhnt ist, die er seit ewigen Zeiten kennt. Im Grunde weiß er mit Auszugsmehl, Fast Food und Co. nichts anzufangen. Aber nicht nur das: Oft steckt in dem hoch verarbeiteten Essen eine Menge (versteckter) Zucker. Das heißt, dass wir etwas essen, das wir für herzhaft halten, aber in Wirklichkeit nehmen wir Zucker zu uns. Das kann uns zum Beispiel bei Gewürzgurken passieren. 

Außerdem fehlt es den heutigen Produkten oft an wichtigen Nährstoffen. In Hamburgern, Pizza und Co. stecken weder ausreichend Vitalstoffe, noch sind die Makronährstoffe im für uns richtigen Verhältnis vorhanden (z.B. zu viel Fett, zu wenig Ballaststoffe). 

Unser Körper reagiert sehr sensibel auf das, was wir essen, und so kann es passieren, dass unser Körpersystem (Hormone, Darmflora, etc.) durcheinander kommt, wenn wir uns nicht so ernähren, wie es dem Körper gut tut. Und durch das entstehende Ungleichgewicht ist es plötzlich der Körper, der nach Zucker und schnellen Kohlenhydraten verlangt! 

Vielleicht nimmst du gar nicht richtig wahr, dass dir dein bisheriges Essen nicht so gut tut. In meinen Kursen merken die Teilnehmer oft hinterher, dass sie ihr bis dahin normales Essen gar nicht so ein gutes Gefühl im Körper gemacht hat. 

Leider sind das oben aber noch nicht alle Merkmale des typisch westlichen Essens heute, die Zuckersucht fördern. 

Wichtig ist auch zu betrachten, aus welchen Zutaten unser Essen besteht. Wenn die Böden, auf denen Gemüse und Obst wachsen, ausgelaugt und die Tiere, deren Fleisch und andere Produkte wir konsumieren, nicht gut versorgt sind, dann schieben wir uns im Endeffekt auch Essen minderer Qualität in den Mund. Unser Körper registriert diese Mangelversorgung und weiß sich auch hier nicht anders zu helfen als nach Zucker (!) zu verlangen. Total merkwürdig, beobachte ich aber immer wieder.  

Zuckersucht Dopamin

Zucker hat große Auswirkungen auf unseren Körper.

Eine andere Ursache für Zuckersucht ist die biochemische Reaktion in unserem Körper auf Zucker und die damit verbundenen Auswirkungen auf unser System. Die sind nämlich gar nicht so gering, auch wenn wir oft denken: "Ach, so ein bisschen Zucker kann doch nicht viel anrichten."

Zucker ist nicht gesund. Das ist mittlerweile bekannt, aber was genau er eigentlich in unserem Körper bewirkt, ist vielen nicht klar. Und noch weniger ist uns bewusst, wie der Konsum von Zucker Sucht nach Zucker begünstigen kann. 

Lass uns da etwas genauer hinschauen.

Blutzuckerschwankungen können zu Zuckersucht führen.

Der Lieblingsenergielieferant von unserem Körper ist Glucose. Glucose ist ein Einfachzucker, der in fast allen Lebensmitteln vorkommt. 

Früher, als die Menschen noch viele naturbelassene Lebensmittel gegessen haben, brauchte der Körper lange, um die Glucose aus den Lebensmitteln herauszulösen. Denn sie war gut in Vitalstoffe und Makronährstoffe “verpackt”. 

Eine Möhre zum Beispiel liefert dem Körper Glucose. Bevor er die Glucose aber in die Blutbahn schleusen kann, muss er sie erstmal von dem restlichen Pflanzenmaterial (Ballaststoffe, Fette, Eiweiße) trennen und verwertet die Vitalstoffe, die die Möhre enthält. Dadurch ist der Verdauungsprozess, bis die Glucose das Blut erreicht hat, langwierig und die Energie kommt nach und nach beim Körper an. 

Ganz anders sieht es schon bei Möhrensaft aus. Durch die mechanische Verarbeitung der Möhre zu Saft wurden die Ballaststoffe größtenteils zerstört. Also muss der Körper diese Arbeit nicht mehr übernehmen. Er kann viel einfacher auf die Glucose zugreifen. Sie erreicht also viel schneller das Blut. Außerdem sind in einem Glas Möhrensaft viel mehr Möhren, als man auf einmal essen würde. Der Zucker kommt also nicht nur schneller ins Blut, sondern auch in einer größeren Menge. 

Und genau diese großen und schnellen Menge an Zucker stressen den Körper (, ohne dass wir das bewusst mitbekommen). Er muss ganz schnell dafür sorgen, dass der Zucker im Blut wieder gesenkt wird, da zu viel Zucker im Blut gefährlich ist. 

Dafür schüttet die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin aus. Insulin transportiert den Zucker in die Zellen. 

Wenn eine große Menge Zucker auf einmal unser Blut erreicht, ist die Bauchspeicheldrüse alarmiert und sorgt schnell dafür, dass viel Insulin produziert wird, zu viel Insulin. Es muss schließlich schnell viel Zucker aus dem Blut in die Zellen befördert werden. Dabei kommt es oft vor, dass zu viel Zucker in die Zellen geschleust wird und der Blutzuckerspiegel zu stark sinkt. 

Und das wiederum ist auch nicht erstrebenswert, denn dann befinden wir uns in der Blutzuckerachterbahn. Wenn der Blutzucker zu sehr sinkt, verlangt der Körper nach neuer Energie – am liebsten in Form von Zucker. Und dann hast du Lust auf etwas Süßes. Wenn du dann etwas Süßes isst, beginnt das Spiel von vorne und die Bauchspeicheldrüse hat keine Pause.


Die Geschwindigkeit, mit der der Zucker das Blut erreicht, ist sehr wichtig für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Und deshalb ist es von Vorteil, wenn wir Essen essen, bei dem der Körper wirklich eine Verdauungsarbeit leisten muss: Gemüse mit vielen Ballaststoffen, Obst am Stück, wenig verarbeitete Gerichte. 

Damit bleibt der Blutzuckerspiegel stabil, wir vermeiden es, zu viel und zu oft zu essen und den Überschuss der Energie in Form von Fettpolstern abzuspeichern, entgehen einer morgendlichen Unterzuckerung, stabilisieren unseren Nüchternblutzucker und verringern unseren ständigen Zuckerhunger.

Um es noch kurz deutlich zu machen: Bei einer Zuckersucht kann es häufiger zu Unterzuckerung kommen. Trotzdem gibt es einen klaren Unterschied zwischen Zuckersucht und Unterzuckerung. Beides beschreibt verschiedene Phänomene. Sie treten nur oft gemeinsam auf. 

Gesundheitliche Folgen von Zuckerkonsum

Zucker beeinflusst aber nicht nur unseren Blutzuckerspiegel, sondern auch andere Prozesse in unserem Körper. Er hat Einfluss auf das Säure-Basen-Verhältnis und auf die Darmflora und ihren Gesundheitszustand (Stichwort: Candida). 

Darüber hinaus hat er Einfluss darauf, ob wir gut mit Vital- und Nährstoffen versorgt sind (Wusstest du, dass unser Körper Mineralstoffe aus seinen eigenen Reserven mobilisieren muss, damit er den Zucker – der keine Vitalstoffe mitbringt – überhaupt verstoffwechseln kann? Man nennt ihn daher auch Nährstoffräuber). 

Auch wirkt Zucker maßgeblich auf das Hunger- und Sättigungsgefühl. Das Hungerhormon Ghrelin, das Sättigungshormon Leptin und auch Insulin, das den Zucker in die Zellen befördert, verändern sich bei Konsum von Zucker. 

Das kannst du zum Beispiel daran erkennen, dass du vermutlich nach einem süßen Frühstück schneller wieder Hunger hast, als wenn du zuckerfrei gefrühstückt hättest. Insulin hat dann nämlich den Zucker schnell aus dem Blut in die Zellen transportiert. In der Folge lässt unsere Sättigung schnell nach und wieder haben zügig wieder Hunger. Vielleicht sogar Heißhunger.

Zuckersucht Süßigkeiten

Freier Wille bei Süßigkeiten? Fehlanzeige?!

Dadurch, dass der Zucker sehr stark auf unseren Körper wirkt und seine Prozesse stören kann, ist es kein Wunder, dass der freie Wille kaum eine Chance hat. Wenn der Blutzucker im Keller ist und vielleicht schon erste Anzeichen von Unterzuckerung auftreten, sagt niemand: "Nein, ich nehme lieber die Selleriestange als die Schokolade." (Im Falle einer ernsthaften Unterzuckerung ist in dem Fall die Schokolade sogar ratsamer.)

Zucker macht glücklich und deswegen möchtest du mehr davon.

Die meisten haben beim Konsum von Schokolade ein sehr gutes Gefühl (, bis kurz danach die Selbstvorwürfe anfangen ;).) Das Gehirn wirft das Belohnungssystem an und verbreitet ein wohliges Gefühl. Durch den Zuckerkonsum wird Dopamin ausgeschüttet, das Hormon für das kurze Vergnügen. Und davon wollen wir am liebsten immer mehr. 

Leider werden die Dopaminrezeptoren mit der Zeit unempfindlicher. Der Zucker wirkt dann nicht mehr so gut und die Reaktion ist: mehr und häufiger davon zu essen, um die gleiche schnelle Dopamin-Wirkung zu erzielen.

Zum Glück gibt es noch ein anderes Glückshormon: Serotonin! Es sorgt für langanhaltende Zufriedenheit und Glück, das sich im Innern bildet und nicht von Suchtmitteln wie Schokolade und Kuchen abhängig ist. Serotonin kann sich nicht “abnutzen”, wir können es nicht übertreiben, glücklich zu sein.

Unglücklicherweise gibt es einen Zusammenhang zwischen Dopamin und Serotonin: Je häufiger Dopamin ausgeschüttet wird, desto weniger kommt es zur Wirkung von Serotonin. 

Häufiger Konsum von Zucker kann also unsere Fähigkeit, von innen heraus zufrieden und glücklich zu sein, einschränken und den Wunsch nach Zucker steigern. 

Stress befeuert Zuckersucht.

Als vorletzte Ursache für Zuckersucht möchte ich noch den einflussreichen Faktor Stress nennen. Viele von uns stehen ja heutzutage unter Dauerstress. Einerseits kann Schokolade bei Stress der Versuch sein, sich zu beruhigen und zu entspannen, und so ein emotionaler Grund für Zuckersucht sein. Andererseits reagieren wir auch körperlich auf Stress. Unser Körper schüttet bei Stress Cortisol aus. Und Cortisol wiederum löst über einen Umweg eine Insulinausschüttung aus, die sich auf unseren Blutzuckerspiegel auswirkt. Und wenn es zu Blutzuckerschwankungen kommt, besonders zu hohen Hochs und anschließenden tiefen Tiefs, ist das Verlangen nach Zucker nicht weit. 

Zuckersucht Rückfall

Vielleicht isst du Zucker aus emotionalen Gründen. 

Wie oben schon angedeutet, gibt es noch einen weiteren Grund für Zuckersucht. Wenn du Zucker oder süßes Essen dafür nutzt, dich zu belohnen, dich zu trösten oder zu beruhigen, dann isst du nicht, weil du Hunger hast. Du möchtest dir dann ein emotionales Bedürfnis erfüllen. Das kommt bei Zuckersüchtigen häufig vor. Das Essen ist also von Gefühlen beeinflusst und dann spreche ich von emotional bedingter Zuckersucht. Ob dich das betrifft, kannst du erfahren, wenn du dich weiter zu Zuckersucht und Emotionalem Essen informierst. Das kann auch sinnvoll sein, wenn du von Bulimie betroffen bist.

Was kann aus spiritueller Sicht hinter Zuckersucht stecken?

In meinen Augen ist Zuckersucht oder Emotionales Essen eine Sucht wie jede andere auch. Für mich haben Süchte den gleichen Ursprung, egal ob Zigaretten, Alkohol, Arbeit, Spielen. Die Wahl des Suchtmittels ist der einzige Unterschied der unterschiedlichen Süchte. Allerdings ist den meisten gar nicht klar, warum sie süchtig handeln, und verteufeln das Suchtmittel, denn sie fühlen sich wie ferngesteuert vom Suchtverhalten. 

Viele meiner Teilnehmer fragen sich, warum ausgerechnet sie damit zu tun haben. "Warum kann ich nicht die Finger vom Zucker lassen?"

Ich sehe es heute so: Wenn wir nach irgendetwas süchtig sind, haben wir die Verbindung zu uns selbst verloren. Wir sind nicht mehr angebunden, weder an uns noch an das große Ganze. Wir fühlen uns nicht mehr erfüllt. Es ist, als wäre ein Loch in uns, das gefüllt werden muss, und wir versuchen im Außen Mittel und Wege zu finden, um diese Leere nicht mehr spüren zu müssen.

Im Grunde sind wir auf der Suche nach uns selbst. Auf der Suche nach unserem Wesenskern, nach unserer Authentizität und nach dem für uns richtigen Leben. 

Schau mal, wie oft hört man auf die Frage, was man vom Leben will, die Antwort “Ich weiß es einfach nicht!” – Es ist wie vergessen. Hinter all dem, was wir gelernt haben und was uns antrainiert wurde. Das Herz sagte Ja und der Verstand/die Erwachsenen sagte(n): “Nein, so ist es nicht richtig!” Solange, bis wir selbst dran geglaubt haben: “Nein ist richtig!” 

Und der Anteil, der so liebend gerne Ja gesagt hätte, gerät in Vergessenheit, wird immer matter und grauer, bis wir ihn aus dem Augenwinkel verlieren. Und dann fangen wir an uns zu fragen, warum das Leben so farblos geworden ist. So traurig und so sinnlos.

Und das ist vermutlich der schlimmste Schmerz, den wir uns zufügen können.

Und dieses “Den-Sinn-nicht-Finden” drückt sich als Suche/Sucht aus. Als aussichtslose Suche, weil sie an der falschen Stelle (im Außen) suchen. Ich denke, dass diese Suche nach sich selbst die spirituelle Bedeutung von Sucht sein kann.


Wie du siehst, gibt es verschiedene und einflussreiche Ursachen, wie es zu Zuckersucht kommen kann. Ich hoffe, du kannst jetzt schon besser sehen, dass du nicht schuld bist, weil du unkontrolliert naschst! 

Übrigens ist es häufig so, dass bei einem zuckersüchtigen Menschen mehrere Ursachen zusammen wirken. Dann ist der Körper durch den hohen Zuckerkonsum vielleicht aus der Balance geraten und gleichzeitig nutzt die Person Schokolade als Seelentröster. Das macht es komplexer, die Sucht zu lösen, aber es geht!  

Deine Situation muss nicht so bleiben. Ein Leben, in dem du frei entscheiden kannst, ob du Süßes essen möchtest oder nicht, ist möglich!

Zuckersucht Kind

Ist mein Kind zuckersüchtig?

Bist du gar nicht für dich, sondern für dein Kind hier? Fragst du dich, ob dein Kind zuckersüchtig ist, woran du es erkennen kannst und was du dagegen tun kannst? 

Auch hier möchte ich dich erstmal entlasten. Du bist nicht Schuld, wenn dein Kind ein Thema mit dem süßen Essen hat. 

Ich glaube nicht mehr, dass die Entstehung einer Zuckersucht bei Kindern daran geknüpft ist, wie viel Zucker die Eltern den Kindern erlauben.

Ich kenne Zuckersüchtige, die als Kinder alle Süßigkeiten der Welt bekommen haben, und ich kenne Zuckersüchtige, denen als Kinder die Süßigkeiten verboten wurden. Und dann gibt es eine Menge Zuckersüchtige, die als Kinder "normal" Zucker essen durften. Es gibt aber auch aus allen diesen Bereichen genug Menschen, die kein Problem mit Zucker bekommen haben.

Sicher ist es sinnvoll, in einer Welt voller Zucker auch Regeln aufzustellen, um die Kinder zu schützen, bis sie selber die Situation einschätzen können.

Damit Kinder wirklich zuckersüchtig werden, spielen meistens ganz andere Faktoren eine Rolle. Es muss dann einen Grund geben, um sich übermäßiges Zuckeressen anzutun, und der liegt meistens im emotionalen Bereich. 

Um dein Kind zu unterstützen, ist es deshalb hilfreich, dass du dein Kind emotional gut begleitest, dein möglicherweise vorhandenes eigenes Zuckerthema aufräumst und mal nachspürst, warum es dich so schmerzt, wenn dein Kind zuckersüchtig ist. Dieser Schmerz ist deine Angelegenheit <3 Und wenn du den heilst, geht dein Kind dann vielleicht anders mit dem Zucker um. 

(Trotzdem ist natürlich nicht zu unterschätzen, dass ein Übermaß an Zucker, insbesondere an freier Fructose, auch bei Kindern für große Schäden sorgen kann. Schau mal hier, wie sehr die Kinder davon profitieren, wenn man den Zucker aus der Ernährung der Kinder rausnimmt. Es ist auch gut, sich als Bezugsperson von Kindern darüber klar zu sein, wie viel Zucker häufig in Kinderessen steckt.)

Zuckersucht überwinden und warum ist es so schwer?!

Ich habe viele Tipps, um akuten Süßhunger zu überstehen und um eine dauerhafte Zuckersucht zu überwinden

Und vielleicht hast du auch schon einiges dazu gelesen, welche Behandlungsmethoden es bei Zuckersucht gibt, wie eine basische Ernährung gegen Zuckersucht aussieht oder wie man Zuckersucht alternativ behandeln kann. Es ist so gut, dass es so viele verschiedene Wege und Tipps gibt, um der Zuckersucht zu entkommen

Der beste Tipp, den ich dir geben kann und von dem ich voll überzeugt bin, ist dennoch dieser: 

Mach einen konsequenten Zuckerentzug! 

Ich meine damit nicht, dass du den Zucker ein bisschen reduzierst. Nein, ich meine damit, dass du vier Wochen mal komplett auf Zucker verzichtest, auch auf den versteckten 😉 Und ich bin noch “strenger” ;): Am besten klammerst du für vier Wochen den süßen Geschmack auch weitestgehend aus. Damit sich im Körper mal wieder alles auf nicht süß umstellen kann. 

Zusatzinfos für schwangere oder stillende Frauen 

Wenn du dich in der Schwangerschaft oder Stillzeit noch mehr zuckersüchtig fühlst als sonst, kann das damit zusammenhängen, dass dein Energiebedarf erhöht ist. Am liebsten hat dein Körper dann schnelle Energie – in Form von Zucker. Es ist eher keine gute Idee, dann vermehrt zum Süßen zu greifen. Und ja, du kannst sogar als schwangere oder stillende Frau in eine zuckerfreie Zeit gehen, um den Jieper auf Süßes endlich zu reduzieren. Als zuckersüchtige Schwangere oder Stillende solltest du allerdings ein paar Dinge im Zuckerentzug beachten.  

Zuckerersatz: eine gute Lösung?

Das Zuckermonster ist ziemlich clever und vielleicht flüstert es auch gerade in dein Ohr: 

“Ach, ein kompletter Entzug von allem Süßen ist gar nicht nötig. Es gibt doch so viel Zuckerersatz! Nimm Agavendicksaft. Oder du isst einfach den gesunden unraffinierten Zucker. Oder Honig! Der ist gesund. Das ist deine Lösung!!”

Leider kann ich dir hier kein grünes Licht geben. Das Ziel ist nicht, die Zuckersucht auf andere Süßungsmittel zu verlagern, und deshalb rate ich dir davon ab, den Zucker einfach eins zu eins durch alternative Süßungsmittel zu ersetzen. Auch der Zuckerersatz hat mehr oder weniger große gesundheitliche Nachteile und die emotionale Bindung an das Süße bleibt dadurch ebenfalls bestehen. Und da hilft auch nicht vom raffinierten auf unraffinierten Zucker umzusteigen, die gesundheitlich beide gleichermaßen bedenklich sind.

Ich weiß, vermutlich hört sich das jetzt erstmal echt ungemütlich für dich an. Verständlicherweise! Wie soll das auch keine Sorgen auslösen, wenn Zucker bisher eine große Rolle in deinem Leben eingenommen hat?

Und ich sage auch nicht, dass ein Zuckerentzug ganz einfach ist. Es gibt viele Gründe, warum ein Zuckerentzug auf den ersten Blick schwer erscheint.

Süßes ist in unserer Gesellschaft fest verankert. 

Nicht nur zum Frühstück, sondern auch zu jeder Feierlichkeit gibt es üblicherweise Zucker. Süßes spielt in unserer Gesellschaft eine große kulturelle Rolle und um dann Nein zu sagen, muss man schon ganz klar sein, dass man die zuckerfreie Zeit wirklich durchziehen möchte. 

Eine zuckerfreie Zeit macht vielen Angst. 

Vielen macht es Angst, wenn sie an eine zuckerfreie Zeit denken. Was ist denn dann mit dem geliebten Teilchen vom Bäcker? Kann ich dann nicht mehr den süßen Kaffee trinken, den ich aber morgens so sehr brauche? Oder was esse ich denn dann, wenn ich gestresst bin, wenn die Schokolade nicht mehr geht? Emotionale Gründe spielen oft auch rein, warum ein Zuckerentzug Respekt einflößt.

Aber ein Zuckerentzug ist ja nicht für ewig <3, es finden sich neue Lösungen und danach wirst du wieder naschen können. Wer weiß, vielleicht schmecken dir dann auch meine Rezepte mit wenig Zucker oder Anja Giersbergs Rezepte.

Zuckersucht zuckerfrei

Der Körper will erstmal (!) keinen Zuckerentzug machen. 

Oft kann das gestörte Gleichgewicht in unserem Körper (Biochemie und Hormone) die zuckerfreie Zeit zu Beginn schwerer machen. In den ersten Tagen des Zuckerentzugs verlangt der Körper häufig nach der gewohnten schnellen Energie. Glücklicherweise stellt sich der Körper aber nach kurzer Zeit um und zieht dann die Energie aus anderen Lebensmitteln. 

Durch die zuckerfreie Zeit erfährt er vielleicht erstmals, wie es ist, ohne versteckte Zucker und nährstoffarmes Essen zu sein. Diese beiden Punkte können den Zuckerentzug übrigens erheblich erschweren, wenn man sie in der zuckerfreien Zeit nicht beachtet. 

Versorge deinen Körper gut und iss lecker. 

Ich möchte dir die Sorgen und die Schwere nehmen, denn schließlich haben schon ganz viele eine zuckerfreie Zeit geschafft!

Es geht gar nicht darum, einfach nur den Zucker wegzulassen und ansonsten alles so weiterzumachen wie bisher. Vor allen Dingen geht es darum, den Zucker durch nährstoffreiches, leckeres Essen zu verdrängen. Mit vielen Nährstoffen (Chrom, Eisen, Zink, Magnesium usw.) versorgt, wird der Körper sehr schnell weniger Zuckerhunger melden und der Zuckerentzug eine interessante und leckere Zeit! 

Wie sieht so eine Ernährungsumstellung “gegen die Zuckersucht” aus? 

Sie besteht aus naturbelassenen, möglichst wenig verarbeiteten Lebensmitteln. Du lässt am besten Fertiggerichte so weit wie möglich weg (Guck mal auf die Zutatenliste, ob du da Zucker findest!) und fängst selber an zu kochen. 

Vielleicht wirst du dann zum ersten Mal Sauerkraut, Sprossen, Hülsenfrüchte oder Gemüse wie Palmkohl oder Stielmus essen. Du wirst vielleicht neue Gewürze und Kräuter entdecken und spüren, wie gut dieses nährstoffreiche Essen deinen Körper versorgt. Auf meinem Blog findest du ganz viele Rezepte ohne Zucker – für gutes Essen mit einer Menge Nährstoffe. Hört sich das nicht spannend an? 

Noch ein kleiner Hinweis: Verdauungsprobleme

Es kann sein, dass sich dein Darm erstmal an die Ernährungsumstellung auf zuckerfreies, vollwertiges Essen gewöhnen muss. Es kann sein, dass es in der ersten Zeit zu Verdauungsproblemen kommt. Das Problem ist dann aber nicht der Kohl oder die Zwiebel und dass du sie nicht verdauen könntest. Das Problem entsteht dadurch, dass noch Zucker in deinem Darm ist und deine Darmbakterien auf die Verdauung von Zucker ausgerichtet sind und nicht auf die von Kohlgemüse. Bei den meisten meiner Teilnehmer wird das aber nach einer kurzen Zeit besser. Also halte durch und lüfte gegebenenfalls öfter mal 🙂

Entzugserscheinungen gehen vorbei.

Ungemütlicherweise ist die zuckerfreie Zeit oft und je nach Stärke der Zuckersucht von anfänglichen Entzugserscheinungen begleitet (so wie von den möglichen Verdauungsproblemen oben). Überhaupt gibt es im Entzug verschiedene Phasen. Aber das ist ja auch kein Wunder, wenn man die große Umstellung bedenkt, die für viele dahinter steckt. 

Wichtig ist, dass man genau weiß, wo sich der Zucker versteckt, dass man Etiketten lesen lernt und weiß, welches Essen nährstoffreich ist und wie man es zubereitet. Wenn man dann noch in Begleitung von anderen ist, ist die zuckerfreie Zeit zu meistern! Davon zeugen auch die vielen guten Erfahrungen meiner Programmteilnehmer. Lass dich motivieren 🙂

Nach kurzer Zeit kommt die Belohnung für den Entzug. 

Zum Glück lassen auch die angenehmen Begleiterscheinungen bei den meisten nicht lange auf sich warten. Viele berichten, dass der Kopf klarer wird, Schmerzen abnehmen, der Schlaf tiefer wird, die Haut sich verbessert, das Sättigungsgefühl deutlicher ist und länger anhält und sie keinen Zuckerjieper mehr haben! Das kannst du vielleicht schon nach drei bis vier Tagen erleben! 

Längerfristige Erfolge sind zum Beispiel eine bessere Gesundheit oder dass der Körper sich positiv verändert. Manche freuen sich, dass sie abnehmen und Gewicht verlieren. Bei anderen verändert sich die Körperform. Der Körper wird definierter und das Gewebe fester. 

Die Liste der Vorteile eines Zuckerentzugs ist lang! Das Beste daran ist wohl auch, dass man das Risiko für viele Krankheiten wie Diabetes oder Krebs senkt. Und wenn man dann mal am eigenen Körper gefühlt hat, wie sich der Körper ohne Zucker anfühlt, will niemand mehr zurück. 

Eine gute Vorbereitung auf den Entzug ist die Basis. 

Wichtig ist eine gute Vorbereitung des Projekts “zuckerfreie Zeit” und genug Wissen über Fettnäpfchen und Helfer in der zuckerfreien Zeit zu haben. Oder wusstest du, dass Brot nicht gleich Brot ist, Obst und Kaugummis auch triggern können und Bitterstoffe sehr hilfreich sind?

Wenn du den Zuckerentzug gut vorbereitet machst, dann kann dem nichts mehr im Wege stehen, dass du endlich wieder die Kontrolle über die Süßigkeiten bekommst. Du entscheidest dann, ob du naschen willst oder nicht. Yeah!

Wenn du jetzt noch zweifelst, ob es für dich einen Weg raus aus der Zuckersucht gibt, dann lass dir gesagt sein: DU KANNST DAS SCHAFFEN! Glaub an dich!

Du denkst: “Aber ich bin schon so oft gescheitert und hatte schon so viele Rückfälle!”

Ich frage dich: Wusstest du denn damals, wie man einen Zuckerentzug richtig durchführt?

Und sage dir: Rückfälle sind Teil des Weges <3

Rückfälle

Sie gehören für die meisten zu einer zuckerfreien Zeit dazu. Ich nenne die Rückfälle bei der Zuckersucht übrigens lieber Vorfälle. Es ist etwas vorgefallen und danach machst du einfach weiter <3 

Vorfälle verraten dir etwas darüber, was nicht gut gelaufen ist. Vielleicht hast du unwissentlich versteckten Zucker gegessen, den du jetzt dank des Vorfalls finden kannst. Oder vielleicht ist emotional etwas vorgefallen, das dich zum Zucker greifen lassen hat. Vorfälle verraten uns so viel über uns selbst und zeigen uns, wo es noch andere Lösungen als Zucker braucht. Deshalb sei liebevoll mit dir und stolz auf dich, dass du es wagst, dich der Zuckersucht zu stellen und dabei auch “Rückfälle” in Kauf zu nehmen. 

Darf ich nie wieder Zucker essen? 

Also, ich persönlich bin nicht zuckerfrei.

Vielleicht staunst du jetzt. Zuckerfrei zu werden im Sinne von “Ich esse nie wieder Zucker in diesem Leben.” war nie mein Ziel. 

Ich wollte immer erreichen, dass ich ein entspanntes Verhältnis zu Zucker habe und Nein sagen kann, wenn ich genug habe. 

Das habe ich erreicht! Heute lebe ich meine ganz eigene Zuckerfreiheit. Ich bin frei vom Zucker, kann ihn essen oder ablehnen, wann ich will. Er spielt keine Rolle mehr in meinem Leben. Und du kannst das auch!

Willst du mehr Infos zum Thema Zuckersucht? 

Dann empfehle ich dir meinen Youtube-Kanal: Ilga Pohlmann Endlich zuckerfrei!

Darüber hinaus findest du auf meinem Endlich zuckerfrei!-Blog ganz viele Infos. 

Oder bist du eher auf der Suche nach einem Buch zum Thema Zucker(sucht)? Mein Buch wissenswert - Zuckerfrei – Alles rund um ein fast zuckerfreies Leben kannst du beim Frechverlag als ebook bestellen. 

Außerdem möchte ich dir mein 15-Tage-Training: deine Starthilfe in ein zuckerbewusstes Leben sehr empfehlen. Das ist zwar kein Buch, aber ein optimaler Einstieg für eine erste Auseinandersetzung mit dem Thema. 

Ich wünsch dir ganz viel Freude und Erfolg!


„Jede Reise begintt mit einem ersten Schritt“

— Laotse


Gehe die ersten entscheidenden Schritte Richtung Zuckerfreiheit.

Mit meinem kostenlosen Starthilfe-Kurs helfe ich dir dabei.

  • Spare über 50% deiner täglichen Zuckermenge ein.
  • Gehe den großen Zuckerfallen in Zukunft aus dem Weg.
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