Ich werde oft nach gesunden Zuckeralternativen gefragt und finde die Antwort gar nicht so einfach. Nach vielen Jahren ausprobieren und informieren bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass es eigentlich keine richtig perfekte Alternative gibt. Wenn es süß schmeckt, hat es meistens auch irgendeinen Nebeneffekt oder zumindest einen Nebengeschmack. Deshalb sind für mich die anderen Zucker keine richtige Alternative, sondern immer nur ein kleineres Übel. Leider.

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Meiner Meinung nach ist die einzig wahre Lösung den Süßgeschmack wieder auf normal zu bringen, das Verlangen nach Süßem zu reduzieren und den täglichen Bedarf abzuschaffen. Dann ist es auch nicht so tragisch, wenn man ab und zu die harmloseren Alternativen nutzt.

Eine dieser anderen Zuckerarten ist Xylit für mich. Der Stoff ist auch bekannt unter Xucker oder Birkenzucker und ich bin aus folgenden Gründen der Meinung, dass er nicht so schädlich wie Saccharose (unser Haushaltszucker) ist.

Birkenzucker enthält keine Fructose. Isolierte Fructose rückt in der Wissenschaft mittlerweile immer mehr in den Mittelpunkt und scheint der Hauptgrund für viele Krankheiten zu sein. Saccharose enthält 50% Fructose, Xylit ist ein Zuckeralkohol und somit frei von Fructose.

Xucker lässt den Blutzuckerspiegel verhältnismäßig wenig ansteigen. Die Bauchspeicheldrüse muss deshalb kaum Insulin ins Blut abgeben. Mit normalem Haushaltszucker verhält es sich anders: Saccharose ruft einen schlagartigen Anstieg von zu viel Insulin hervor, und das hat gesundheitliche Schäden zu Folge.

Durch das fehlende Hoch des Blutzuckerspiegels kommt es auch nicht zu einem anschließenden Abfall. Man bleibt also lange satt und zufrieden. Kuchen mit Xylit fördert nicht unbedingt ein erneutes Naschen; Zuckersüchtige können allerdings schon alleine durch den süßen Geschmack getriggert werden. Also seid ein bisschen vorsichtig damit.

Und der vierte Vorteil ist, dass Xylit keinen Karies fördert, sondern ihn sogar noch verhindert. Das Milieu im Mund verändert sich nach einer Xucker-Spülung so, dass die Kariesbakterien verhungern müssen.

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Das klingt alles sehr gut und trotzdem sehe ich auch ein paar Nachteile:

Xylit ist noch ein relativ junges Produkt auf dem Markt und noch nicht so genau unter die Lupe genommen worden. Keiner weiß, was sich da noch zeigen wird. Im Moment würde ich aber sagen: besser Xylit als Haushaltszucker – obwohl ich immer ein etwas mulmiges Gefühl habe, wenn ich dazu greife. Trotz der ganzen Vorteile ist auch Xylit isoliert und kein vollwertiges Lebensmittel. Es liefert keine weiteren Nährstoffe und der Körper muss eigene Reserven nutzen um diesen Zucker zu verstoffwechseln. Meiner Meinung nach führt das auf Dauer zu Mangel und Übersäuerung in unserem System und deshalb verwende ich Birkenzucker nur zu besonderen Anlässen und in Maßen.

Und zum Schluss kommt noch ein weiterer Nachteil, der besonders für Tierhalter wichtig ist: Birkenzucker kann für Hunde tödlich sein. Genauers dazu findet ihr hier. Man sollte wirklich aufpassen und gut verschließbare Behälter wählen. Ich hab zwar keine Hunde, aber Xylit steht hier immer in einem Schraubglas.

Und zu guter Letzt möchte ich noch erwähnen, dass es Xylit in verschiedenen Qualitäten gibt. Einerseits gibt es den, der wirklich aus Birkenrinde (Finnland) hergestellt wurde und andererseits kann man eine etwas günstigere Variante erwerben, die aus Mais (China) gemacht wurde. Genau diese Sorte ist etwas in Verruf geraten, da es sich dabei manchmal um genmanipulierten Mais handelt.

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